Opel ruft nach staatlicher Hilfe
Im Rahmen der Finanzkrise hat die Regierung einen Rettungsschirm für angeschlagene Banken geschaffen. Doch wie es aussieht, sind längst nicht nur Banken an einem finanziellen Schutz durch die Regierung interessiert: Der Autohersteller Opel hat sich an die Regierung gewandt und bittet um staatliche Hilfe.
Dem Mutterkonzern General Motors geht es derzeit nicht besonders gut. Aus Angst, dass die Finanzströme aus den USA abreißen können, bittet das Management von Opel bei der Regierung um eine Staatsgarantie. Auf diese Weise möchte der Autohersteller sicherstellen, dass er nicht in größere Turbolenzen gerät oder gar in die Pleite rutscht. Gleichzeitig sollen die Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden. Einem Bericht von „Spiegel Online“ zufolge sind rund 25.700 Menschen bei Opel in Deutschland beschäftigt.
Nachdem sich gestern bereits mehrere Minister und Ministerpräsidenten zu Wort meldeten, hat sich nun auch die Kanzlerin der Sache angenommen: Sie hat das Management von Opel zu einem Krisengespräch berufen, in welchem die Lage erörtert werden soll. Bereits am Montag soll das Treffen stattfinden.
Wie viel Kapital der Autohersteller benötigt, lässt sich bisher nicht genau beziffern. Die Schätzungen reichen weit auseinander. Fakt ist jedoch, dass es mehrere Milliarden Euro sein werden. Ebenso ist unklar, ob der Autohersteller lediglich eine Staatsgarantie erhält oder ob ihm die Regierung einen milliardenschweren Kredit (aus Steuergeldern) einräumt.
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