Abweichung beim Spritverbrauch: Autofahrer verklagt Mercedes
Es war irgendwie klar, dass eines Tages der Tag kommen wird, an welchem ein Fahrzeugeigentümer einen Autohersteller wegen Abweichungen beim Kraftstoffverbrauch verklagt. Nun ist bzw. war es endlich soweit: Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, zog ein Mercedes Fahrer gegen den Daimler Konzern vor Gericht, weil er sich vom Autohersteller betrogen fühlte. Seine Mercedes E-Klasse verbraucht nämlich rund 15 Prozent mehr Kraftstoff als der Hersteller angibt.
Nun könnte man annehmen, der Mercedes Fahrer würde schlichtweg nicht wissen wie man sparsam fährt. Allerdings war der Mann so clever, einen Gutachter einzuschalten, der den höheren Kraftstoffverbrauch bestätigte. Aus diesem Grund lenkte der Autokonzern auch relativ schnell ein: Anstatt es auf ein langwieriges Verfahren ankommen zu lassen, lenkten die Stuttgarter ein. Der Fahrer wird zur Entschädigung eine entsprechende Kaufpreisminderung bzw. eine Rückzahlung erhalten. Des Weiteren übernimmt der Autohersteller die Kosten für Gericht und Gutachter.
Dennoch soll sich der Kläger nicht gerade begeistert gezeigt haben. Wie inzwischen auf mehreren Blogs zu lesen ist, soll der Mercedes Fahrer darauf abzielen, seine E-Klasse zu verkaufen. In diesem Zusammenhang stell ich mir jedoch die Frage, ob solch eine Reaktion nicht übertrieben ist. Immerhin scheute der Mann nicht davor zurück, mehr als 60.000 Euro für einen Neuwagen auszugeben. Wenn man dazu bereit ist, so viel Geld für ein Auto zu bezahlen, sollte man den Kraftstoffverbrauch nicht überbewerten bzw. weiß man schon im Vorfeld, welche Spritkosten auf einen zukommen werden.
Abschließend möchte ich noch auf eine Sache hinweisen: Mehrere Rechtsexperten haben sich bereits zu diesem Fall geäußert und festgestellt, dass eine spontane Aufforderung zur nachträglichen Kaufpreisminderung nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Wer der Meinung ist, sein Auto würde mehr Kraftstoff verbrauchen als vom Hersteller angegeben, der muss dies anhand eines Gutachtens nachweisen. Somit dürfte eine Klagewelle ausbleiben.

Guten Abend,
habe gerade den Link-Hinweis aus dem Spamfilter gefischt. Dass nicht automatisch jeder den Hersteller seines Autos verklagen kann, weil der zuviel schluckt, war mir schon bewusst. Ich wollte lediglich eine Anregung anbieten, wie man dem Problem begegnen könnte, anstatt in Selbstmitleid zu versinken, was ja momentan bezüglich des Absatzes der Fall ist.
Insgesamt schöner Artikel bzw eine gute Zusammenfassung verschiedener Meinungen, kommentiert mit Wissen.
Gruß
Thearcadier