TomTom wird von Microsoft verklagt

Wenn es um mobile Navigation geht, spielt TomTom ganz weit oben mit: Die Navigationssysteme des niederländischen Unternehmens kommen bei den Autofahrern richtig gut an. Somit konnte sich das Unternehmen im europäischen Raum zum Marktführer entwickeln. Der Erfolg des Unternehmens ist nicht zuletzt auf dessen leistungsstarke Software zurückzuführen. Allerdings soll sich TomTom bei der Entwicklung seiner Software einiger Technologien bedient haben, die aus dem Hause Microsoft stammen.

Wie golem berichtet, hat Microsoft gegen Ende dieser Woche Klage gegen TomTom eingereicht. Microsoft wirft dem Hersteller von Navigationssystemen vor, gleich mehrere Patente zu verletzten. Wie bei golem ebenfalls zu lesen ist, hat der in Redmond ansässige Softwareriese rund ein Jahr lang versucht, sich mit TomTom auf eine Lizenzierung zu einigen.

Dieser Fall ist eines der bestens Beispiele dafür, dass heutzutage in der Softwareindustrie das richtig große Geld mit Patenten und Klageschriften gemacht wird. Große Unternehmen verklagen sich gegenseitig, um dann Millionen zu kassieren. Hat Microsoft vielleicht deshalb so lange gewartet? Theoretisch hätte sich das Softwareriese schon viel früher an TomTom wenden können. Unter anderem geht es um das Dateisystem FAT32, das Microsoft vor langer Zeit mit Windows 95 eingeführt hat.

Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch, dass es zum Teil um Patente geht, die Microsoft gar nicht selbst entwickelt, sondern lediglich erworben hat. So kann man natürlich auch sein Geld verdienen. Vielleicht ist die ganze Sache auch nur ein Rachefeldzug, weil Tomtom mit seiner Navigationssoftware so erfolgreich ist und Microsoft diesen Trend schlichtweg verschlafen hat.

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