Kein Zweifel: Opel steckt in der Klemme

Die dramatische Lage im Hause Opel spitzt sich zu: Mittlerweile steht fest, dass der Autohersteller dringend eine Kapitalspritze benötigt. Gleichzeitig werden die Pläne nach einer Abkopplung vom Muterkonzern General Motors immer konkreter. Doch auch in solch einem Fall wird jede Menge Kapital benötigt – und bisher ist unklar, wo das Kapital herkommen soll.

Wie „Spiegel Online“ schreibt, beläuft sich der aktuelle Kapitalbedarf auf rund 3,3 Mrd. Euro. Allerdings ist auch klar, dass es sich hierbei um einen relativ knapp bemessenen Betrag handelt und der angeschlagene Autohersteller durchaus mehr Kapital benötigen könnte – voraussichtlich sogar deutlich mehr. Wobei Opel dann immer noch nicht vollständig von General Motor abgekoppelt wäre: Wie die amerikanischen General Motors Manager verlauten ließen, soll Opel eigenständig agieren, jedoch weiterhin fester Bestandteil im europäischen GM Geflecht und somit im Eigentum des Konzerns bleiben.

Demnach sieht alles so aus, als ob sich Opel nun selbst gesund schrumpfen (wir berichteten über die bedrohten Jobs bei Opel) und zugleich vom Staat gefördert werden soll, damit die Amerikaner letzten Endes die großen Gewinner sind. Da ist es nicht verwunderlich, dass Rufe nach einer Opel Pleite laut werden: Viele Leute sind nicht damit einverstanden, dass der Steuerzahler für die Fehler hoch bezahlter Manager aufkommen soll.

Außerdem ist fraglich, inwiefern sich Opel tatsächlich vom Mutterkonzern abkoppeln kann. Immerhin ist es so, dass GM zahlreiche Patente besitzt, die Opel zwingend benötigt. Erstaunlicherweise stammen diese Erfindungen sogar zum Teil aus dem Hause Opel, allerdings ist man nicht selbst Eigentümer dieser Patente. Alles in allem hört sich der Zukunfts- bzw. Sanierungsplan sehr unausgereift an.

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