Die Abwrackprämie übertrifft alle Erwartungen

Es kaum zu fassen, wie die Abwrackprämie auf dem Automarkt eingeschlagen hat. Schon seit Wochen ist klar, dass die Prämie wesentlich besser ankommt, als die meisten Politiker und Automobilexperten je erahnt hätten. Doch seitdem Prämienreservierungen über das Internet durchgeführt werden können, offenbart sich das gesamte Ausmaß.

Zur Verdeutlichung: Seit dem 30. März können nun auch Käufer von Neuwagen eine Reservierung der Prämie über das Internet vornehmen. Bisher mussten Neuwagenkäufer abwarten, bis ihr Fahrzeug geliefert wurde und sie die Zulassung vornehmen konnten – erst dann war es möglich, die Umweltprämie zu beantragen. Weil langsam aber sicher eine Torschlusspanik aufkam, wurde die Möglichkeit der Online-Reservierung geschaffen: Die Reservierungen werden direkt über die Website der Bafa eingereicht.

Obwohl die Website der Bafa an diesem Tag vollkommen überlastet (zumeist nicht erreichbar) war, gingen zahlreiche Anträge ein. Vor dem 30. März verzeichnete die Bafa rund 400.000 eingegangene Anträge. Wie „Spiegel Online“ berichtet, sei jetzt die Marke von einer Million Anträgen geknackt. Damit ist klar, dass die Konjunkturmaßnahme dem Bund erheblich teurer zu stehen kommt, als zunächst angenommen wurde – zumindest wenn eine Verlängerung der Prämie erfolgt. Ob diese kommen wird, ist noch nicht gewiss. Allerdings wäre es schon ein starkes Stück, wenn die Regierung keine Ausweitung vornimmt und die Prämie einfach auslaufen lässt.

Abschließend noch ein paar Infos zu den Fahrzeugen, die bei den Autokäufern hoch im Kurs liegen. Eine aktuelle Liste der Bafa zeigt auf, dass auch einige Autohersteller von der Abwrackprämie profitieren. VW und Opel führen die Liste an und kommen zusammen auf fast 25 Prozent. Immerhin!

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