Um wikileaks wird es einfach nicht ruhig

Erst kürzlich haben wir hier im Blog über die Hausdurchsuchung beim Inhaber der Domain wikileaks.de berichtet. Aufgrund der Veröffentlichung einer Liste forderte die Polizei die Herausgabe der Domaindaten - und in der Blogsphäre kam es umgehend zu einem lauten Aufschrei. Nun macht die Domain erneut von sich reden: Sie ist nämlich nicht mehr erreichbar.

Umgehend kam es zu einem erneuten Aufschrei innerhalb der Blogsphäre, was genau genommen auch nicht sehr verwunderlich ist. Schnell wurden erste Vergleiche von Deutschland mit China hergestellt, schließlich gibt es sonst nicht allzu viele Länder, die eine Zensur vornehmen und gezielt Domains sperren. Ich muss zugeben, dass ich zuallererst sehr ähnlich gedacht habe.

Doch inzwischen sieht es ganz danach aus, als ob die Domain umgezogen wird und sich in einem so genannten Transfer befindet. Konkrete Infos liegen noch nicht vor, aber es wäre gut möglich, dass der Hostinganbieter nicht mehr mitspielen möchte und der Domaininhaber dazu gezwungen ist, zu einem anderen Hoster zu wechseln. Der Staat muss also nicht zwingend die Finger im Spiel haben. Folglich müssen wir erst einmal abwarten, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt.

P.S. Letzte Zeit habe ich hier relativ viel offtopic geschrieben. Ich gelobe Besserung und werde demnächst ein paar umfassende Autobeiträge nachschieben. Aber einige Themen müssen eben aufgegriffen werden - gerade wenn man Newsjunkie ist.

Kommentar hinterlassen