Daimler verbündet sich mit Tesla Motors

Obwohl es nur wenige Autos aus dem Hause Daimler / Mercedes gibt, muss ich zugeben, dass mir der Daimler Konzern immer besser gefällt. Lange Zeit wollte das Unternehmen von umweltfreundlichen Fahrzeugen nichts wissen und hielt am altbewährten Konzept fest: Autos, die luxuriös, leistungsstark und sicher sind. Doch die Trendwende, die der Konzern eingeleitet hat, ist umso beeindruckender: Derzeit gibt es aus meiner Sicht keinen anderen Autokonzern, der sich so sehr auf die Entwicklung energieeffizienter Fahrzeuge konzentriert.

So gesehen verwundert es nur wenig, dass Daimler mit Tesla Motors kooperiert. Wie „Spiegel online“ schreibt, ist Daimler bei Tesla Motors eingestiegen und hält fortan 10 Prozent am Unternehmen. Übrigens ist dies eine sehr interessante Konstellation: Auf der einen Seite soll sich Daimler auf der Suche nach neuen Investoren im arabischen Raum befinden, um somit die eigene Kasse zu füllen, auf der anderen Seite steigt man im großen Stil bei einem amerikanischen Autohersteller ein – weiter möchte ich an dieser Stelle auf das Wirtschaftsthema nicht eingehen.

Der Deal dürfte beiden Unternehmen mehr als gelegen kommen: Daimler kann von der Akkukompetenz, die Tesla Motors in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, sehr stark profitieren. Tesla Motors kann von Daimler ohnehin nur profitieren, schließlich hakt es bei der Produktion immer noch ganz gewaltig. Daimler könnte Tesla sogar retten und dafür sorgen, dass die beiden Autos (Tesla Roadster und Tesla Model S) endlich in einer richtigen Serienfertigung produziert und somit auch in größeren Stückzahlen auf den Markt kommen. Außerdem steigt somit die Chance, dass die beiden Tesla Autos auch als Importwagen nach Deutschland kommen, schließlich gibt es auch hier noch großen Nachholbedarf. Die wenigen Tesla Roadster, die nach Europa verkauft werden sollen, sind schlichtweg ein Witz.

Vielleicht gelingt es Daimler ja tatsächlich, demnächst mit richtig coolen Spritsparfahrzeugen aufzuwarten - dann könnte ich mir sogar vorstellen, einen Mercedes zu kaufen.

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