Automobilbranche: Nach der Bundestagswahl drohen Entlassungen

Es steht außer Frage, dass Deutschland von der Wirtschaftskrise stark getroffen wurde: Etliche Unternehmen haben innerhalb kürzester Zeit alle Leiharbeiter entlassen und anschließend Kurzarbeit eingeführt. Dies trifft insbesondere für die Automobilbranche zu, die bekanntlich ganz schön unter die Räder gekommen ist. Nun kommen Ängste auf, dass das Schlimmste noch nicht durchgestanden ist: Nach der Bundestagswahl könnte eine große Entlassungswelle durch die Republik rollen.

Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, sieht die deutsche Industrie vor, ordentlich Jobs abzubauen. Der große Stellenabbau habe bisher nicht stattgefunden, weil Industrie und Regierung eine Art Stillhalteabkommen getroffen haben. Unter anderem würden sich die Unternehmen mit der Aussprache von Kündigungen noch zurückhalten, weil die Kurzarbeit ordentlich vom Staat subventioniert wird.

Was nach der Wahl kommt, weiß niemand so genau. Es ist jedoch relativ wahrscheinlich, dass die Unternehmen dann damit beginnen, ordentlich Personal abzubauen. Vor allem die Automobilbranche sowie den Maschinenbau könnte es gewaltig treffen, weil man hier immer noch auf großen Überkapazitäten sitzt. Dass der bevorstehende Aufschwung, der augenblicklich von mehreren Instituten vorhergesagt wird, etwas an der Sachlage ändert, sei eher unwahrscheinlich: Noch hätten die Unternehmen zu wenige Einschnitte vorgenommen.

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