Lexus LFA: Ein Supersportwagen aus Japan
Wenn von japanischen Autos die Rede ist, denkt man in der Regel an sehr preiswerte Autos oder zumindest an Fahrzeuge, die mit einem vergleichsweise guten Preisleistungsverhältnis aufwarten – jedoch nicht unbedingt an Supersportwagen. Autohersteller, die äußerst leistungsstarke und vor allem auch überaus teure Fahrzeuge produzieren, sind vorrangig in Europa sowie den USA beheimatet. Zumindest war das bisher der Fall. Denn nun hat auch Lexus einen Supersportwagen im Programm, nämlich den Lexus LFA.
Lexus bzw. der Muterkonzern Toyota hat es tatsächlich gewagt, einen Supersportwagen zu entwickeln. Zwar wird dieser nicht gerade zum idealen Zeitpunkt präsentiert (nahezu weltweit sind die Automärkte eingebrochen und vor allem Toyota steckt in einer tiefen Krise), doch wenn das Auto entwickelt wurde, muss es natürlich auch vorgestellt werden. Laut Focus Online sollen 500 Einheiten gebaut und verkauft werden.
Was das Design des Lexus LFA angeht, so ist auf den ersten Blick bzw. am Carstyling erkennbar, dass es sich um einen Japaner handelt. Beim ersten Blick hatte ich den Supersportwagen für einen Nissan gehalten - eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Nissan 370Z würde ich dem Frontbereich durchaus zusprechen. Die seitlichen Lufteinlässe erinnern ein wenig an den Ferrari F430 - nur für das Heck fällt mir kein Vergleichsfahrzeug ein. Um es kurz zu machen: Eine Augenweide ist der Lexus Supersportwagen für meinen Geschmack nicht unbedingt. Doch im Hinblick auf den Preis von 375.000 Euro kommt es auf dieses ohnehin nur bedingt an. Viel wichtiger ist, was der Wagen aus technischer Sicht zu bieten hat.
Angetrieben wird der Lexus LFA von einem V10 Aggregat, das 4,8 Liter Hubraum aufweist. Das Aggregat leistet 560 PS und kann ein Drehmoment von bis zu 480 Nm entfalten. Der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Hinterräder, welche das Fahrzeug in beeindruckenden 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können. Zu den Highlights des Fahrzeugs zählen unter anderem ein Kohlefaser-Chassis sowie Karbon-Bremsen.
Ob Lexus mit diesem Fahrzeug die richtige Strategie gewählt hat, halte ich für fraglich. Der bisherige Ansatz, hochwertige Autos zum attraktiven Preis anzubieten, hat bisher ganz gut geklappt. Doch 375.00 Euro sind eine ordentliche Stange Geld. Bei der Autobild sieht man dies übrigens ganz ähnlich: Dort wird aufgerechnet, dass man für den Kaufpreis ca. vier Nissan GT-R kaufen kann - und viermal so gut wie ein Nissan GT-R ist der LFA dann wohl doch nicht.
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