Toyota verabschiedet sich aus der Formel 1

Allmählich bahnen sich in der Formel 1 größere Probleme an, denn der große Rennzirkus hat zweifelsfrei schon bessere Zeiten erlebt. Skandale um ranghohe Manager sorgten für ein negatives Image und zudem scheinen sich immer mehr Autohersteller aus der Rennserie zurückziehen zu wollen. Ende vergangenen Jahres schockierte Honda mit seinem Rückzug, dann zog BMW nach. Wie Toyota heute bekannt gab, wird sich der japanische Konzern ebenfalls aus der Rennserie zurückziehen.

Selbst einige Experten kam der Ausstieg sehr überraschend, da Toyota kürzlich noch versuchte, Räikkönen als Piloten für den Rennstall zu gewinnen. Dessen Ablehnung könnte letztlich zur Entscheidung geführt haben, das Engagement in der Formel 1 nicht mehr fortsetzen zu wollen.

Interessanterweise ist vor allem Deutschland aus wirtschaftlicher Sicht von dieser Entscheidung betroffen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, sind ca. 650 Arbeitsplätze in Köln bedroht. Dort befindet sich nämlich der Sitz der Toyota Motorsport GmbH, die aus technischer Sicht für das Formel 1 Engagement verantwortlich gewesen ist. Der Konzern sei jedoch darum bemüht, eine Lösung für die betroffenen Mitarbeiter zu finden.

Ich persönlich finde es schade, dass man bei Toyota diese Entscheidung getroffen hat. Aber wenn es nicht auf das Siegertreppchen reicht und der Fahrzeugverkauf schleppend läuft (die Japaner wurden von der Krise besonders schwer getroffen), genießen andere Dinge eben Priorität. Die Japaner können die übrig gebliebenen Autos polieren und dann in ein Museum stellen, damit die Rennwagen für die Nachwelt erhalten bleiben.

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