Car2go: 200 Smart rollen fortan durch Texas

Als Car2go in Ulm an den Start ging, wusste niemand so genau, wie sich die Sache entwickeln wird. Es gab zahlreiche Skeptiker, die an das Konzept nicht geglaubt haben und voraussagten, dass das Projekt schon bald wieder beendet sein würde. Doch dann kam alles anders: Die Möglichkeit, spontan ein Auto nutzen und es an beliebigen Orten innerhalb der Stadt wieder abstellen zu können, kommt bei den registrierten Ulmern so gut an, dass Daimler bereits vor Monaten ankündigte, den Smart auch im Ausland testen zu wollen.

Im Nachhinein wirkt alles natürlich ganz logisch. Immerhin ist es so, dass viele Leute ihr eigenes Auto fast ausschließlich dazu nutzen, um zum Arbeitsplatz und später wieder nach Hause zu gelangen. Gelegentlich werden noch Einkäufe gemacht - im Hinblick auf die Unterhaltskosten lohnt sich diese geringe Nutzung häufig nicht. Da ist es günstiger, sich im Bedarfsfall einen Car2go Smart zu schnappen und mit diesem zu fahren. Die preiswerte Minuten-Abrechnung hilft, die Kosten zu senken.

So mancher Ulmer spielt mittlerweile mit dem Gedanken, sein eigenes Auto zu verkaufen. Vor allem Zweitwagen müssen daran glauben: Oftmals lohnt sich der Unterhalt nicht, zumal man weitere Arbeit investieren muss, beispielsweise um Winterreifen zu kaufen und diese zu wechseln. Hinzu kommt die Autowäsche, auf die man nicht verzichten kann. Da ist es bequemer, einen Smart zu mieten. Zumindest sehen dies viele Leute so. Täglich werden rund 500 bis 1.000 Fahrten mit den Car2go Fahrzeugen unternommen.

Nun zurück, zur Ausweitung des Programms. Wie bereits erwähnt wurde, zielt Daimler darauf ab, das Mobilitätsprogramm auch im Ausland zu testen. Zahlreiche Städte haben ich beworben - und Austin in Texas hat den Zuschlag erhalten. Fortan sind in der texanischen Metropole 200 Smart unterwegs, die laut „Motorzeitung“ vorerst von den 13.000 Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes zur Verfügung stehen. Berufliche Fahrten können sie vollständig umsonst bzw. auf Kosten des Arbeitgebers tätigen, für Privatfahrten wird auf dasselbe Modell wie in Ulm gesetzt: Die Fahrzeugnutzung wird auf Basis der Nutzungsdauer abgerechnet.

Falls das Programm von den Testpersonen angenommen wird und es genauso gut  wie in Deutschland funktioniert, soll der Test ausgeweitet werden. Dann sollen alle der Bürger der Stadt die Möglichkeit erhalten, die Fahrzeuge zu nutzen. Da bin ich persönlich sehr gespannt, wie dieses Experiment verläuft denn auf den amerikanischen Straßen ist der Smart zweifelsfrei ein Exot.

Übrigens, im Rahmen meiner Recherche bin ich über das Blog der Car2go Leute gestolpert. So wie es aussieht, gibt es da sogar eine tolle API, um Fahrzeuge ganz einfach mobil suchen und registrieren zu können, beispielsweise mit Android Smartphones. Für die Nutzer von Car2go wird dies sicherlich nichts Neues sein. Doch sofern man nicht gerade aus Ulm oder der näheren Umgebung kommt, dürfte einem dies nicht geläufig sein.

Eine Reaktion auf “Car2go: 200 Smart rollen fortan durch Texas”

  1. [...] sich in der näheren Auswahl befinden, wird im Artikel leider nicht informiert. Im Übrigen ist Car2go bereits in Texas aktiv: Noch im vergangenen Jahr wurde dort ein zusätzliches Testprojekt angestoßen. Allerdings [...]

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