BMW tritt beim Wasserstoff-Engagement kürzer
Lange Zeit hat sich BMW den Luxus geleistet, Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb zu entwickeln. Mit einer Flotte umgerüsteter 7er BMW wurde sogar ordentlich in der Werbetrommel gerührt: Etliche Größen aus Politik und Showgeschäft ließen sich in den als besonders sauber geltenden und immer schön polierten Limousinen chauffieren.
Doch nun haben die Münchner bekannt gegeben, die Entwicklung des Wasserstoffantriebs einstellen zu wollen. Ob der Ausstieg endgültig ist, steht nicht fest, sagte doch BMW Entwicklungsvorstand Klaus Draeger gegenüber dem „Handelsblatt“, dass es vorerst keine erneute Testflotte an Wasserstofffahrzeugen geben wird.
Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass viele Leute mit dem Begriff „Wasserstoffauto“ nur wenig anfangen können oder es ihnen schwer fällt, die Fahrzeuge richtig einzuordnen. Daher an dieser Stelle noch eine kurzer Erläuterung: Es gibt zwei Arten von Wasserstoffautos. Bei der ersten Variante handelt es sich um Fahrzeuge, die mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sind. Es handelt sich um umgerüstete Ottomotoren, die Wasserstoffgas verbrennen. Auf dieses Konzept hatte bisher BMW gesetzt. Zum anderen gibt es Brennstoffzellenfahrzeuge. Diese werden ebenfalls mit Wasserstoff betrieben. Allerdings wird der Wasserstoff bei diesen Autos nicht in einem Motor verbrannt. Stattdessen verhält es sich so, dass der Wasserstoff in der Brennstoffzelle genutzt wird, um elektrische Energie bzw. um Strom zu erzeugen. Dieser Strom wird wiederum genutzt, um einen Elektromotor anzutreiben - vor allem Daimler ist bei der Entwicklung entsprechender Antriebskonzepte stark engagiert.
Wie es um das Thema Wasserstoff weitergeht, lässt sich derzeit nur schwer sagen. Im Allgemeinen würde ich den Rückzug von BMW als großen Rückschlag bezeichnen: Die Aussichten auf ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen sind somit noch geringer geworden. Eventuell könnte dieser Schritt gleichzeitig dazu führen, dass die Entwicklung von Elektrofahrzeugen künftig noch mehr in den Mittelpunkt gerät. Demnach scheint der Lithium-Ionen Akku nun künftig die größeren Chancen zu haben.
Update: Wie das Portal „Automobil Produktion“ berichtet, gab es von BMW ein kleines Dementi. Die Münchner werden vorerst keine neue Flotte an den Start bringen. Ein genereller Ausstieg sei allerdings nicht beschlossen.
Tags: BMW, BMW 7er, Kraftstoff

[...] zählt neben der längerfristigen Speicherung im Auto (die von BMW sogar als Grund genannt wird, im Wasserstoffbereich etwas kürzer zu treten) vor allem die Erzeugung von Wasserstoff. Der bisher industriell zur Verfügung gestellte [...]