Aston Martin stellt den Rapide vor
Es war im Juli vergangenen Jahres als Aston Martin das Geheimnis um den Aston Martin Rapide gelüftet und das Fahrzeug offiziell vorgestellt hat. Mit den gezeigten Fotos konnte der britische Autohersteller jede Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Motorexperten wussten genau, dass da etwas ganz besonderes aus den Fahrzeugmarkt kommen wird. Einen verbindlichen Preis hatten die Briten allerdings nicht genannt.
Seit dieser Woche ist die Katze aus dem Sack: Laut Aston Martin soll der Rapide gegen März erhältlich sein und stolze 180.000 Euro kosten. Dies ist nicht gerade ein zimperlicher Preis, allerdings bekommt der Käufer auch eine Menge geboten. Allein schon wegen seines Designs ist der Aston Martin Rapide eine kleine Besonderheit: Einen solch gewaltigen Viersitzer bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Trotz der Länge von 5,02 Metern und einem Radstand von 2,99 Metern wirkt der familientaugliche Sportwagen äußerst elegant. Schuld daran trägt in erster Linie das lange Heck, das mit seiner schwungvollen Form so manchen Autoliebhaber ein wenig an den Mercedes CLS erinnert. Bei einer solch schönen Karosserieform und dem hohen Fahrzeugpreis wird man mit diesem Auto wohl nicht in die Waschstraße fahren - stattdessen ist Handwäsche angesagt.
Technisch gesehen hat der Sportler eine Menge zu bieten. Das Herzstück bildet ein schweres V12-Aggregat, das ganze 470 PS leistet und ein Drehmoment von bis zu 600 Nm entwickeln kann. Innerhalb von 5,2 Sekunden kann der Rapide damit von 0 auf 100 km/h beschleunigt werden. Was den Verbrauch angeht, so hüllt sich die britische Sportwagenmarke immer noch in Schweigen. Weil das V12-Aggregat auch im DB9 zum Einsatz gelangt, ist mit einem Kraftstoffverbrauch von etwa 16 Litern zu rechnen. Wirklich zeitgemäß scheinen diese Verbrauchsdaten nicht zu sein, doch auf der anderen Seite wird sich die Mehrbelastung für die Umwelt in Grenzen halten, denn ein Massenauto wird der Rapide aufgrund seines Preises mit Sicherheit nicht werden.
Um einen Vergleich mit dem Porsche Panamera kommt der Aston Martin Rapide verständlicherweise nicht herum. Schließlich sind beide Sportwagenhersteller als große Rivalen zu betrachten. Außerdem ist Aston Martin auf ein Konzept von Porsche aufgesprungen - es waren die Zuffenhausener, die zuerst angekündigt hatten, einen familientauglichen Sportwagen zu bauen. Allerdings muss ergänzt werden, dass Aston Martin mit dem Lagonda (der heute fast nur noch über Autoauktionen erhältlich ist) bereits in den 1960er Jahren viertürige Limousine im Programm hatte.
Ein direkter Vergleich ist natürlich nur bedingt möglich. Der Porsche Panamera mag aus technischer Sicht den Ton angeben, ist mit mehr Extras erhältlich und zudem auch noch ein sattes Stück günstiger. Eleganter und traditionsreicher mag der Rapide sein. Um einen wirklichen Vergleich ziehen zu können, bleibt abzuwarten, wie sich die Fahrzeuge gegeneinander auf der Straße schlagen.

[...] auch über den Aston Martin Cygnet berichtet. Der kleine Aston, der ja nur in Verbindung mit einem großen Sportwagen erstanden werden kann, kostet ein paar tausend Euro weniger, soll aber nicht weniger exklusiv sein. [...]