Wenn Dienstwagen zur Spritschleuder werden
Auf internationalem Parkett spielen deutsche Politiker gerne die Vorreiter, wenn es um das Thema Umweltschutz geht. Große Reden werden gerne geschwungen - doch persönlich zurückstecken bzw. sich für die Umwelt zu engagieren, scheint bei einigen Politgrößen nicht gerade im Vordergrund zu stehen. Es geht um das Thema Dienstwagen. Wie schon seit langem bekannt ist, mögen es deutsche Spitzenpolitiker, sich in schweren Luxuslimousinen kutschieren zu lassen. Allerdings genießen diese Fahrzeuge nicht gerade den besten Ruf, wenn es um das Thema Umweltschutz geht.
Das Problem besteht vorderrangig darin, dass bei einer schweren Limousine im Stadtverkehr schnell 20 Liter oder sogar noch mehr Kraftstoff durchlaufen. Genau dieser Punkt ist nicht erfreulich: Auf der einen Seite sprechen sich Politiker für den Umweltschutz und insbesondere für die Reduktion des Ausstoßes von CO2 aus, auf der anderen Seite tragen sie mit ihren großen Dienstfahrzeugen nicht gerade zum Schutz der Umwelt bei.
Eine Studie, die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) durchgeführt wurde, belegt dies zweifelsfrei. Besonders Spitzenpolitiker wie Roland Koch schneiden dabei nicht gut an. Koch soll den Spitzenplatz belegen, weil sein VW Phaeton und sein BMW 7er ordentlich Kraftstoff schlucken und dementsprechend auch massenhaft CO2 ausstoßen. Kein wesentlich schöneres Bild gibt Jürgen Rüttgers ab, der sich sogar weigerte, Angaben zu seinem Dienstwagen zu machen. Die DUH musste erst vor Gericht ziehen, um in Erfahrung zu bringen, dass er einen Audi A8 mit schwerem 12-Zylinder Aggregat fährt.
Übrigens müsste all diese Aufregung nicht sein. Heutzutage gibt es Businesslimousinen, die mit sparsamen Antrieben aufwarten. Ganz egal ob Audi A8, BWM 7er oder Mercedes S-Klasse. Mittlerweile haben alle drei Premium-Hersteller auch sparsame Modelle ihrer Fahrzeuge im Programm. BMW und Mercedes warten sogar mit Limousinen auf, die über einen Hybrid-Antrieb verfügen und somit als besonders sparsam gelten. Zwar sind diese Autos in der Anschaffung nicht gerade günstig, aber dafür gibt es ja das Dienstwagen Leasing. Somit braucht man hohe Autokosten gar nicht zu fürchten.
Tags: Audi A8, BMW 7er, CO2 Ausstoß, Dienstwagen

Dieser Beitrag zeigt hohe Unkenntnis und die Debatte ist einfach nur peinlich, denn was in allen Berichten über dieses Thema fehlt, ist die ersthafte Auseinandersetzung damit, dass die Ministerpräsidenten keine Serienfahrzeuge fahren. Insofern ist auch Ihr Hinweis auf Business-Leasing total weltfremder Quatsch.
Ministerpräsidenten werden in gepanzerte Sonderschutzfahrzeugen gefahren, die über drei Tonnen wiegen. Diese schweren Fahrzeuge brauchen 1. starke Motoren und werden 2. aus auch aus Sicherheitsaspekten (Notflucht) mit starken Motoren versehen. Es ist deshalb nur logisch, dass sie mehr Sprit verbrauchen als vergleichbare Serienmodelle.
Auch ein Vergleich von Panzerfahrzeugen ist unsinnig, denn es gibt verschiedene Panzerungsklassen und nicht jeder Politiker wird in der gleichen Schutzklasse gefahren.
Sich über den Spritverbrauch oder CO2-Ausstoss solcher Fahrzeuge auszulassen ist also einfach nur peinliche, weltfremde Stimmungsmache!
[...] ist es auch nicht gerade hilfreich, wenn Politiker schwere Dienstwagen fahren und damit die Verschwendung von Ressourcen auch noch fördern. Doch zum Glück gibt es auf der [...]