Streckenbezogene Pkw Maut: Nein Danke!

Die Pkw Maut war in der Politik schon häufiger ein großes Thema. Bisher haben sich nur wenige Politiker getraut, entsprechende Forderungen zu stellen. Doch so wie es aussieht, wird die Pkw Maut eines Tages Realität werden. In der vergangenen Woche hat das Bundesumweltamt (UBA) den Vorschlag erbracht, eine streckenbezogene Pkw Maut für die Autobahnnutzung einzuführen. Anders als bei der Autobahngebühr für Österreich oder der Schweiz ist keine Pauschalzahlung angedacht. Stattdessen soll die zurückgelegte Strecke über die Höhe der Mautgebühr entscheiden.

Die Absichten sind klar: Die Streckenbezogene Pkw Maut soll ordentlich Geld in die öffentlichen Kassen spülen. Zugleich werden die privaten Haushalte, insbesondere die Pendler, stärker finanziell belastet. Hierzu trägt unter anderem die Idee bei, dass die Kosten für eine Nutzung staugefährdeter Streckenabschnitte an die Uhrzeit gebunden sein soll: Wer zur Rushhour fährt, soll mehr bezahlen. Auf der einen Seite ist dies ganz löblich. Allerdings werden viele Autofahrer sagen, dass sie keine andere Möglichkeit haben, als diesen Weg zu gehen. Dementsprechend werden sie noch mehr abgemolken.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das Thema Datenschutz. Schon häufiger wurde darüber diskutiert, ob es gestattet sein soll, Bewegungsprofile von Autofahrern zu erstellen. Die Einführung einer solchen Pkw Maut wäre auf jeden Fall ein Schritt in diese Richtung. Außerdem stellt sich die Frage nach der technischen Umsetzung. Mit der Lkw-Maut hatten die frühere Regierung sowie das Kosortium Toll Collect schön aufgezeigt, wie viel Geld man unnötig verballern kann.

Ohne mich jetzt intensiver mit dieser Thematik beschäftigt zu haben, spreche ich mich für eine Autobahnvignette aus, wie man sie von Österreich, Ungarn oder der Schweiz her kennt. Anstatt viel Geld auszugeben, sollen die Autofahrer einfach die Mautgebühr bezahlen und dann eine Vignette erhalten, die ein Jahr lang gültig ist. Im Übrigen sollte diese Maut nur für Pkws erhoben werden, die im Ausland zugelassen sind. Wenn ich nach Österreich oder in die Schweiz fahre, zahle ich die Maut auch. Also dürfen die jenigen, die unsere Autobahnen nutzen, auch dafür bezahlen. Mit dieser einfach umzusetzenden Maßnahme könnte man eine ganze Menge erreichen: Es wird ordentlich Geld in die Kassen gespült. Und eine Entlastung des Verkehrs auf den Straßen kann man auch anderweitig erzielen, beispielsweise indem man künftig auf intelligentere Verkehrskonzepte setzt.

Ich merke schon, das wird ein richtiges Autojahr: Erst in der letzten Woche gab es ordentlich Rambazamba, wegen der Problematik mit den alten Verkehrsschildern. Bin mal gespannt, was da noch so alles auf uns zukommt.

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Eine Reaktion auf “Streckenbezogene Pkw Maut: Nein Danke!”

  1. [...] zu fahren ist deutlich günstiger, als auf Dieselkraftstoff zu setzen. Dank der meist sehr hohen Fahrzeugauslastung dürfte es im Vergleich zum Pkw auch leichter sein, einen Kostenvorteil zu erzielen, da man den [...]

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