Jede Menge Farbe am Rosenthaler Platz

Was des Künstlers Herzen höher schlagen lässt, kann für so manchen Autofahrer der schlimmste Graul sein. Diese Umschreibung passt meiner Ansicht nach sehr gut, für eine Aktion, die sich kürzlich in Berlin ereignet hat. Dort wurden intensive bzw. kontraststarke Farben am Rosenthaler Platz auf die Farbahn gekippt: Auto sowie andere Fahrzeuge fuhren darüber hinweg und haben zweifelsfrei ein tolles optisches Ergebnis erzeugt. Ob die Autofahrer nun ihren Lack reinigen müssen und gute Autopflege Tipps benötigen, ist die große Frage.

Was das Ergebnis betrifft, so ist dieses auf jeden Fall sehr eindrucksvoll. Die Farben kommen gut rüber - und die zahlreichen Spuren lassen ein tolles Muster entstehen. Am besten man sieht sich einfach mal die Videos an, die mittlerweile in der Blogosphäre veröffentlicht wurden. Auf einer Seite habe ich auch noch entsprechende Fotoaufnahmen gefunden.

Einleitend habe ich bereits Schäden angesprochen, die möglicherweise an den Autos auftreten können. Man sieht auf einigen Bildern sehr gut, dass die frisch ausgekippte Farbe anfangs ordentlich gespritzt haben muss. Diese Autos dürften gut was abbekommen haben bzw. dürften die seitlichen Karosserieteile zumindest mit leuchtenden Farbspritzern neu lackiert sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass so manch betroffener Autofahrer diese Aktion alles andere als lustig fand. Wobei man entsprechende Farbflecke alternativ auch als eine besondere Form von Effektlack betrachten könnte.

Selbstverständlich spielt es auch eine wichtige Rolle, welche Farben von den Aktionskünstlern eingesetzt wurden. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass man so weise war und sich für eine Farbe entschied, die sich relativ leicht ablösen lässt. Dementsprechend müsste es ausreichend sein, mit dem Auto einmal kurz durch die Waschstraße zu fahren. Anschließend sollte das Fahrzeug wieder sauber sein. Eine wirklich aggressive bzw. schwer zu entfernende Farbe wurde wohl eher nicht eingesetzt: Die Kosten für eine Reinigung des Platzes bzw. seiner Fahrbahn wäre bestimmt teuer - das hätte sich wohl kaum ein (verantwortungsbewusster) Aktionskünstler getraut.

Im Übrigen ist mir beim Betrachten der Videos aufgefallen, dass es vergleichsweise viele Luxuslimousinen gibt, die im Hauptstadtverkehr unterwegs sind. Da heißt es doch immer, Berlin sei so eine verarmte Stadt - irgendwie widersprechen die Aufnahmen dieser Aussage. Ich meine, mehrere Mercedes S-Klasse ausgemacht zu haben. Dabei würde es sich doch gerade in einer Metropole wie Berlin anbieten, effiziente Stadtautos einzusetzen. Autos wie das BMW Megacity Vehicle wären dort auf jeden Fall gut aufgehoben.

Eine Reaktion auf “Jede Menge Farbe am Rosenthaler Platz”

  1. [...] schleicht. Dieses Tier riecht den anderen Marder und kann aggressiv werden und ein großes Chaos anrichten: Dann werden Kabel zerbissen und Schläuche zerfetzt. Selbst wenn das Tier nichts macht [...]

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