GM Volt: Ladestation gibt es kostenlos mit dazu
Es wird nicht mehr lange dauern, bis General Motors den Volt einführt. Noch in diesem Jahr bzw. im Herbst soll der Plugin-Hybrid an den Start gehen - dann wird sich zeigen, ob das Auto von den Leuten angenommen wird und ob sich der intensive Entwicklungsaufwand gelohnt hat. Immerhin hat GM viel Geld investiert, um mit dem Volt ein zukunftsfähiges Auto zu entwickeln. In der Krise wurde das Fahrzeug teilweise sogar als letzter Rettungsanker betrachtet.
Kurz noch ein paar Worte zum Fahrzeugkonzept. Wie schon erwähnt wurde, handelt es sich beim GM Volt um ein Plugin-Hybrid Fahrzeug. Konkret bedeutet dies, den Akku des Fahrzeugs selbst laden zu können, um anschließend rein elektrisch zu fahren. Die Reichweite beträgt ungefähr 65 Kilometer, anschließend muss das Auto wieder an die Ladestation oder es wird der Rangeextender eingeschaltet: Ein Verbrennungsmotor erzeugt Strom, mit welchem der Elektromotor angetrieben wird. Die Reichweite kann hierdurch auf bis zu 480 Kilometer (dann gilt es zu tanken) erweitert werden.
Wie Golem berichtet, bekommen die ersten Käufer des Fahrzeugs eine kostenlose Ladestation mit dazu. Ingesamt sollen bis zu 4.400 Ladesäulen an die Kunden ausgeliefert werden. Die sonst wohl kostspieligen Stationen gibt es allerdings nur unter einer Bedingung kostenlos: Daten zum Nutzungsverhalten müssen übermittelt werden. Die Übermittlung ist für Energiekonzerne und Behörden wichtig, um mehr über die Lade-Infrastruktur lernen zu können.
Im Grunde klingt die Aktion äußert sinnvoll: Es ist gut, wenn Autokäufer ihre Ladestation kostenlos erhalten. Für die Energieunternehmen ist es ebenfalls hilfreich, mit den Nutzungsdaten arbeiten zu können. Dennoch verstehe ich einen Punkt nicht: Weshalb muss man die Ladestation zusätzlich kaufen (nur in den USA sind die ersten Stationen umsonst)? Für mich sieht es ganz danach aus, als ob hier ein lukratives Zusatzgeschäft angekurbelt werden soll. Wer ein Plugin-Hybrid Auto kauft, möchte sein Fahrzeug doch an jedem Ort über eine konventionelle Steckdose laden können - ein spezielles Ladesystem würde Komfort und Nutzen stark einschränken. Selbst bei Mitsubishis i-MiEV war man diesbezüglich schon weiter. Schade eigentlich: Zwar mag die Verbindung zum Smartphone (z.B. via iPhone Volt App) eine tolle Sache sein. Doch auf solche Spielereien kann man eher verzichten, als auf einen universellen Ladeanschluss, der für jede Steckdose geeignet ist. Vielleicht sollte da General Motors noch einmal nachbessern.
Interessant ist auch die Frage, wie das deutsche Modell (das als Opel Ampera auf den Markt kommen wird) von der Opel-Kundschaft aufgenommen wird und auf welche Weise dessen Akkus geladen werden. Die bullige Form des Autos in Verbindung mit kleinen Felgen / Rädern überzeugt mich nicht wirklich. Zudem droht wegen der Lithium-Ionen Akkus ein hoher Fahrzeugpreis. Womöglich könnte das Auto trotz oder gerade wegen seiner Fortschrittlichkeit zum Ladenhüter werden.
Tags: Elektrofahrzeug, General Motors, GM

[...] der Reichweite wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h begrenzt. An einer kräftigen 400V Ladestation soll der Akku innerhalb von 20 Minuten zu 90 Prozent geladen [...]