Maserati nimmt Erweiterung der Modellpalette vor
Es gibt Fahrzeuge, die man im alltäglichen Straßenverkehr nicht ganz so häufig zu sehen bekommt. Dies trifft besonders für italienische Sportwagen zu. Zwar mag man Autos von Ferrari und Maserati gelegentlich erblicken, doch zum Alltagsbild auf den Straßen zählen diese Autos zweifelsfrei nicht. Dies ist nicht verwunderlich, schließlich haben diese Fahrzeuge ihren Preis. Wer einen Maserati kaufen möchte, muss für einen Neuwagen mindestens 114.000 Euro auf den Tisch legen. Für dieses Geld ist der Maserati GranTurismo erhältlich. Maserati Quattroporte und GranCabrio (mit einem besonders schnellen Cabrio Verdeck) liegen preislich noch höher.
Um den Absatz an Fahrzeugen zu steigern, haben die Italiener beschlossen, eine neue Käufergruppe zu erschließen. Dies soll gelingen, indem ein günstigeres Modell aufgelegt wird, sozusagen ein neuer Einstiegs-Maserati. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, soll es noch ca. fünf Jahre dauern, bis der Wagen in den Verkaufsräumen der Händler steht.
Dieser Schritt scheint nicht gerade unvernünftig. Die hohen Einstiegspreise halten doch so manchen Interessenten fern und zugleich steht man in starker Konkurrenz zur Schwester Ferrari. Die Marke mit den roten Sportwagen könnte es sich weniger erlauben, ein günstiges Einstiegsmodell zu bringen - dies könnte die Markenpositionierung stark beeinflussen. Bei Maserati ist es eher denkbar, diesen Schritt zu gehen. Immerhin könnte der Einstiegspreis für das vierte Modell bei 55.000 Euro liegen. Zumindest gehen Branchenexperten davon aus, dass der Preis in einer Range von 55.000 bis 80.000 Euro liegt.
Was man für dieses Geld geboten bekommt, ist bisher vollkommen unklar. Im Grunde ist nur bekannt, dass die Italiener einen Viertürer bauen möchten. Dieser soll vorrangig die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler angreifen. Fahrzeuge wie der Audi S6, der BMW M5 und die AMG Version der Mecedes E-Klasse sind das Angriffsziel der Italiener.
Ob dieser Angriff gelingen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Um die Aussichten dürfte es jedoch nicht allzu schlecht bestellt sein. Immerhin ist Maserati für sein elegantes Design und die satte Motorleistung bekannt. Die Faszination für Maserati Sportwagen ist bei Autofans relativ groß - es ist gut denkbar, dass ein Fahrzeugmodell, dass rund 30.000 Euro günstiger als die anderen Modelle ist, eine ganz neue und vor allem auch große Käufergruppe erschließt.
Allerdings ist auch klar, dass der neue Viertürer eine Menge können muss. Die bisherigen Modelle punkten vorwiegend durch Design, Motorleistung und Status - technisch gesehen spielen sind nicht unbedingt in einer höheren Liga als es die deutschen Premiumhersteller tun. Vielmehr geht es wohl um das Image: Eleganz gepaart mit großen Tiefbettfelgen und sattem Motorsound sowie einem stolzen Fahrzeugpreis, ziehen so manchen Käufer an. Wer den deutschen Premiumherstellern die Kunden abjagen möchte, kann ausschließlich mit Status nicht punkten: Technisch (mit und ohne Sonderausstattung) muss das Auto dann durchweg überzeugen können.

[...] diese Strategie natürlich nicht. Wie erst vor zwei Tagen hier im Blog berichtet wurde, verfolgt Maserati eine ähnliche Strategie: Mit einem günstigerem Einstiegsmodell möchte man neue Kunden gewinnen. [...]