Mercedes hat dem CL ein Facelift verpasst
Wer einen luxuriösen Mercedes kaufen möchte und ein wenig mehr Sportlichkeit wünscht, als sie die S-Klasse zu bieten hat, dürfte am Mercedes CL einen großen Gefallen finden. Schon seit vielen Jahren ist die CL-Klasse aus dem Fahrzeugprogramm der Schwaben nicht mehr wegzudenken. Komfort, Sportlichkeit und Design zeichnen dieses Fahrzeug aus. So manchem Interessenten mag die aktuelle Version des Mercedes Coupés zwar ein wenig zu klobig erscheinen, doch zum Glück hat Daimler nun ordentlich nachgebessert.
Mir persönlich hat die aktuelle Version des Mercedes CL bisher nicht sonderlich gefallen, weshalb ich mich mit dem Fahrzeug auch nicht beschäftigt habe. Als Mercedes-Benz ankündigte, schon bald die Facelift Version vorstellen zu wollen, wurde jedoch mein Interesse geweckt, weshalb ich mich mit dem Fahrzeug einmal näher beschäftigt habe. Schon jetzt kann ich sagen, dass ich begeistert bin: Wenn Geld absolut keine Rolle spielen würde, wäre das durchaus ein Auto für mich. Im Vergleich zum 6er BMW spielt der CL eben doch in einer anderen Liga.
Erst einmal fällt auf, dass Daimler fleißig am Design gefeilt hat. Die Karosserie wirkt nun deutlich sportlicher und besonders erfreulich ist die Tatsache, dass diese bulligen Radkästen nicht mehr so hervorstechen. Obwohl beim neuen Karosseriedesign ein großer Wert auf die Steigerung der Sportlichkeit gelegt wurde, bin ich der Meinung, dass sogar die Eleganz gesteigert wurde: Das Facelift Modell der CL-Klasse sieht um Welten besser aus. Was mir gut gefällt, ist vor allem das große Panoramadach, das einen erstklassigen Ausblick ermöglichen soll.
Doch nicht nur optisch hat das Coupé nun etwas zu bieten, sondern auch unter der Motorhaube hat sich einiges getan. Erfreulich ist vor allem die Optimierung der Motoren. Wer sich für den CL 500 entscheidet, erhält ein Auto mit 4,6 Liter Motor, der 435 PS leistet und ein Drehmoment von bis zu 700 Nm entwickeln kann. Mit dieser Power beschleunigt der CL in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Im Grunde ist dies noch nicht sehr beeindruckend – andere Luxuskarossen können ebenfalls so gut beschleunigen. Allerdings ist anzumerken, dass es Daimler gelungen ist, das Auto deutlich sparsamer zu machen. Der Normverbrauch wird mit 9,9 Litern angegeben, was sich durchaus sehen lassen kann. Sollte man mehr Leistung wünschen, bleibt immer noch der CL 600, der sich satte 13,8 Liter genehmigt, dafür jedoch 0,3 Sekunden schneller beschleunigt.
Beim Interieur bekommt der Mercedes Käufer geboten, was das Herz begeht. Klassisch wirkt lediglich das Holzlenkrad (es steht aber auch den Lenkrad mit ledernem Lenkradbezug zur Auswahl). Ansonsten wirkt das Cockpit äußerst spartanisch und modern – was im Vergleich zu den früheren Mercedes Cockpits eine wirkliche Optimierung darstellt. Zudem ist das Auto bis zum Rand mit Assistenten voll gepackt. Der tote Winkel wird überwacht, ein Spur-Assistent befindet sich an Bord und bei einem bevorstehenden Aufprall wird eine Vollbremsung eingeleitet. Gerade in diesem Bereich zeigt Daimler sehr schön, dass man den Unternehmensgrundsätzen treu geblieben ist und großen Wert darauf legt, bei Sicherheitstechnologien stets die Messlatte ein wenig höher zu legen.
Wie ich schon geschrieben habe, gefällt mir das Auto richtig gut und ein Kauf wäre denkbar, sofern die Kasse stimmen würde. Denn nun kommt der unangenehme Punkt: Gut 118.000 Euro werden für den Einstieg fällig. Durch Auswahl entsprechender Sonderausstattung kann der Preis des Mercedes CL natürlich schnell in die Höhe geschraubt werden.
Tags: Coupé, Daimler, Mercedes Benz

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