Mini Countryman: Was ist denn da passiert?
Schon seit langem ist bekannt, dass man bei Mini eine SUV Version des Kleinwagens geplant hat. Schon vor einigen Wochen wurde das Fahrzeug, das vom Hersteller übrigens bewusst nicht als SUV betitelt wird, der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein großer Hype ist um das Auto, das nun als Mini Countryman bezeichnet wird, bisher noch nicht entstanden, doch zumindest gibt es Motorjournalisten, die das Auto testen dürfen.
So auch die Motorexperten von „Spiegel Online“, die mit dem Mini Countryman zum Probefahren auf Tour gegangen sind. Um ehrlich zu sein, finde ich den Beitrag nicht sonderlich interessant. Es gibt ein paar Verweise auf einen Countryman, den Mini einst tatsächlich im Programm hatte und der den klassischen Mini um eindrucksvolle 10 Zentimeter überragte. Das wirkliche Highlight des Spon-Beitrags sind die Fotos. Die Redakteure haben es sich nämlich nicht nehmen lassen, den Mini Countryman neben dem klassischen Mini abzulichten.
Die Fotos sind einfach nur der Hammer: Der originale Mini geht neben dem neuen Country-Modell gnadenlos unter. Grund sind die wuchtigen Dimensionen, weshalb man sich ernsthaft fragen darf, wie man im Hause BMW überhaupt auf die Idee kommt, diesem Auto die Bezeichnung Mini zu verpassen. Der Größenunterschied ist gewaltig - der Countryman ist daher auch alles andere als ein Mini. Im Grunde verfügt er lediglich über eine entsprechende Optik, aber das war es dann auch schon.
Im Wesentlichen bin ich immer darum bemüht, keine negativen Beiträge über Fahrzeugmodell zu verfassen, aber für diesen Countryman kann ich mich nicht wirklich begeistern. Der Mini One gefällt mir sogar einigermaßen gut, aber dieses Fahrzeug tanzt zu sehr aus der Reihe. Da fragt man sich, wer dieses Auto überhaupt kaufen soll. Da müssen schon echte Mini-Fanatiker angesprochen werden - und deshalb glaube ich nicht, dass das Auto ein Absatzrenner wird. Der Clubman mag noch akzeptabel sein, aber mit dem Countryman hat der Autohersteller meines Erachtens den Bogen überspannt.
Das große Raumangebot (man kann problemlos eine Laderaumschale einsetzen) und die iPhone Anbindung mögen zwar erfreulich sein, doch irgendwo ist die Bindung zum Original verloren gegangen. Die Fahrzeugoptik kann doch nicht das einzige Bindeglied sein. Zumal auch der Fahrzeugpreis recht stolz bemessen ist: Ab ca. 20.000 Euro geht es los. Sofern man Leistung möchte (Cooper S mit Allrad) werden mindestens 27.900 Euro fällig.
