Was beim Ölwechselintervall Überziehen zu beachten ist

Einige Autofahrer möchten das Ölwechselintervall bewusst überschreiten. Beim Hinauszögern gilt es auf den Motor jedoch gut aufzupassen.

Der Ölwechsel zählt zu den Wartungsaufgaben, die bei einem Auto auf gar keinen Fall zu unterschätzen ist. Dies gilt im Übrigen auch für andere Fahrzeuge und Maschinen, die mit Verbrennungsmotoren betrieben werden. Es ist wichtig, dass das Motoröl rechtzeitig bzw. fristgerecht gewechselt wird, damit der Motor nicht beschädigt wird.

Aus diesem Grund schreiben die Autohersteller ein so genanntes Ölwechselintervall vor. Hierbei handelt es sich um einen wiederkehrenden Zeitraum, innerhalb dessen es erforderlich ist, einen Ölwechsel durchzuführen oder ihn durchführen zu lassen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass sich stets Motorenöl in ausreichend hoher Qualität und vor allem auch in ausreichender Menge im Motor befindet.

Wie das Intervall für den Ölwechsel festgesetzt wird

Das Intervall zum Wechseln des Schmierstoffs wird von den Autoherstellern anhand von zwei Faktoren festgesetzt. Da wäre zunächst einmal die Laufleistung. Sobald eine gewisse Kilometerleistung erreicht ist, gilt es eine Kfz-Werkstatt aufzusuchen und das Öl wechseln zu lassen. Die meisten Fahrzeuge zeigen sogar auf dem Checkdisplay an, dass ein Ölwechsel durchgeführt werden muss.

Allerdings muss die Laufleistung nicht zwingend über den Zeitpunkt des Ölwechsels entscheiden. Es existiert nämlich auch ein zeitliches Ölwechselintervall. Hierbei handelt es sich um eine Sicherheitsmaßnahme: Sollte ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug nur wenige Kilometer zurücklegen, wird der Wechsel womöglich zu spät durchgeführt, weshalb zusätzlich eine zweite Komponente existiert. Welcher Zeitraum hierbei einzuholen ist, ist von Autohersteller zu Autohersteller ganz unterschiedlich geregelt. Häufig sehen die Zeitintervalle vor, dass der Ölwechsel mindestens einmal im Jahr (also mindestens alle 12 Monate) gemacht werden soll.

Das Ölwechselintervall besser nicht überziehen

Nun kann es natürlich vorkommen, dass Fahrzeugbesitzer die Intervalle nicht einhalten, beispielsweise weil sie es schlichtweg vergessen oder sie die hohen Kosten meiden wollen. Diesbezüglich ist anzumerken, dass es grundsätzlich nicht gut ist, die Intervalle nicht einzuhalten. Dies gilt zumindest für Überschreitungen. Das Hinauszögern gilt als gefährlich, weil das Öl an Leistungsfähigkeit verlieren kann und somit nicht mehr eine ausreichende Schmierung des Motors gewährleistet ist. Dies kann den Verschleiß maßgeblich erhöhen und sogar zum Motorschaden führen. Daher gilt es in der Tat sehr vorsichtig sein.

Frühzeitige Ölwechsel gelten hingegen als harmlos. Sollte man das Intervall nicht einhalten, sondern das Motoröl schon früher wechseln, so schadet dies nicht. Ein höherer Nutzen ist zwar häufig nicht gegeben (hier kommt es ganz auf den Motor und die Ölsorte an), jedoch ist es immer besser, das Öl zu früh als zu spät zu wechseln.