Autos mit H-Kennzeichen sind gefragt

Das Interesse an historischen Automobilen hat in den letzten Jahren sehr deutlich zugelegt. Youngtimer und vor allem auch Oldtimer gelten gefragter als je zuvor. In Zeiten, in denen die Produktlebenszyklen immer kürzer werden und ein Facelift das nächste jagt, ist es nicht verwunderlich, dass sich so mancher Autofahrer auf die frühren Werte besinnt und daher die Entscheidung fasst, sich einen Oldtimer zu kaufen.

Die Anzahl der zugelassenen Oldtimer ist groß

Wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) kürzlich mitgeteilt hat, sind auf deutschen Straßen 209.954 zugelassene Oldtimer unterwegs (Fahrzeuge mit H-Zulassung). Dies ist eine staatliche Zahl, zumal die Anzahl an Fahrzeugen, die 30 Jahre oder älter sind, in Wirklichkeit noch größer ist. Wie die Welt Online schreibt, entscheidet sich nicht jeder Oldtimer Besitzer für das H-Kennzeichen. Dies liegt unter anderem daran, dass es ja nach Fahrzeug teilweise günstiger sein kann, sich für eine reguläre Zulassung zu entscheiden. Der in Deutschland am häufigsten zugelassene Oldtimer ist übrigens der VW Käfer (und nicht wie häufig angenommen der VW Bulli).

Wer einen Oldtimer als solchen zulässt bzw. ein H-Kennzeichen erhält, entrichtet jährlich eine Kfz-Steuer in pauschaler Höhe von 193,73 Euro. Teilweise ist dies spürbar günstiger als eine reguläre Auto Zulassung, was beispielsweise auf großen Hubraum und fehlende Abgasnachbehandlung zurückzuführen sein kann. Bei einigen Fahrzeugen ist es hingegen günstiger, auf die konventionelle Kfz Zulassung zu setzen. Die Voraussetzung für eine Zulassung bzw. Anmeldung des Auto als Oldtimer besteht übrigens darin, dass das Fahrzeug über ein Oldtimergutachten verfügen muss. Das Gutachten bescheinigt, dass es sich beim Kraftfahrzeug um ein historisches Kulturgut handelt. Zu erhalten sind entsprechende Gutachten bei den TÜV Prüfstellen, wobei anzumerken ist, dass die Prüfer sehr genau hinsehen und ein möglichst originalgetreuer Zustand des Fahrzeugs daher als wichtig gilt. Ansonsten müssen Restaurierungsarbeiten professionell durchgeführt sein.

Eine Oldtimerversicherung bringt Vorteile mit sich

Ganz ähnlich sieht es übrigens auch beim Versicherungsschutz aus. Wer einen Oldtimer versichern möchte, sollte darüber nachdenken, vom Abschluss einer konventionellen Autoversicherung abzusehen und stattdessen eine so genannte Oldtimerversicherung zu wählen. Hier locken Vorzüge, wie beispielsweise ein günstiger Versicherungsbeitrag sowie ein umfangreicher Versicherungsschutz, der oftmals attraktive Zusatzleistungen beinhaltet. Ein Oldtimergutachten wird für den Versicherungserhalt übrigens nicht immer vorausgesetzt. Dafür ist jedoch die Art der Nutzung von umso größerer Bedeutung. Im Regelfall ist der Schutz einer Oldtimerversicherung nur dann erhältlich, wenn ein anderweitiges Erstfahrzeug zur Verfügung steht und die Laufleistung des Oldtimers einen bestimmten Grenzwert nicht überschreitet.

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