Bei Opel soll es künftig anders laufen

Die Zeiten, in denen Opel noch schwer angesagt war (zum Beispiel als der erste Opel Manta auf den Markt kam), sind schon lange vorbei. Die deutsche Tochter von General Motors hat seit Jahren mit großen Problemen zu kämpfen: Der Autohersteller ist einfach nicht erfolgreich. Zwar lief es in den 1990er Jahren noch einigermaßen gut, doch seither werden immer wieder rote Zahlen geschrieben – und das Image der Marke hat sich eher verschlechtert als verbessert.

Doch schon bald soll alles ganz anders sein. Dies verspricht Nick Reilly, der augenblicklich bei Opel das Sagen hat. Der Opel Chef ist zum Interview angetreten und informiert über seine Pläne, den angeschlagenen Autohersteller in eine bessere Zukunft zu führen. Diesbezüglich fällt auf, dass der Mann über eine gute Auffassungsgabe verfügt. Immerhin hat er erkannt, dass man andere Erfolgskonzepte nicht einfach kopieren kann, wie beispielsweise das Konzept von Audi. Beim Handelsblatt gibt es ein umfassendes Interview mit dem Opel Manager.

Dass Opel nicht zu Audi werden kann, dürfte klar sein. Immerhin hat Opel ein ganz anderes Image. Bisher hat man sich stets an die preisbewussten Autokäufer gerichtet. Plötzlich Premium-Modelle zu fertigen, die über komfortable und zugleich kostspielige Extras wie eine Benzin Standheizung oder ein Solarschiebedach verfügen, wäre sicherlich der falsche Weg. Zumal man Premium nur dann angeboten werden kann, wenn man sich auch in der Lage befindet, eine entsprechende Qualität zu liefern. Vielleicht wäre eine etwas hochwertiger anmutende Autoinnenausstattung erst einmal ein Anfang. Wenn ich da an meinen früheren Corsa zurückdenke, so war das Auto wirklich kein Hingucker.

Kein Wunder, dass man sich erst einmal auf andere Themen konzentriert. So möchte sich Opel künftig noch stärker mit seinem Design von den anderen Autoherstellern abheben. Zugleich soll das Thema Elektroauto im Vergleich zu anderen Herstellern früh umgesetzt werden. Ab dem nächsten Jahr wird man den Opel Ampera anbieten, der technisch gesehen auf dem GM Volt basiert und dank Rangeextender eine Reichweite von 500 Kilometern erzielen kann.

Ob diese Strategie aufzugehen scheint, bleibt abzuwarten. Schwarze Zahlen werden ohnehin erst für 2012 erwartet – wobei Reilly darauf abzielt, schon früher in die Gewinnzone zurückzukehren. Allerdings muss sich bis dahin noch eine Menge tun. Aktionen, wie beispielsweise das Anbieten einer pseudo-lebenslangen Fahrzeuggarantie, tragen nicht unbedingt zum positiven Image der Marke bei. Wünschenswert wäre ein Erfolg dennoch, immerhin beschäftigt Opel eine Menge Leute – auch wenn angedacht ist, rund 8.000 Stellen abzubauen.

Eine Reaktion auf “Bei Opel soll es künftig anders laufen”

  1. […] ausgebaut werden. Außerdem gibt es Fahrzeuge (man denke nur an den GM Volt, der in Deutschland als Opel auf den Markt kommen sollen), die über einen integrierten Rangeextender verfügen. Abgesehen davon wird es nicht […]

Kommentar hinterlassen