Porsche legt den 911 Carrera GTS auf

Man muss schon ein richtiger Porsche Kenner sein, um die zahlreichen Modellvarianten des Porsche 911 wirklich auseinander halten zu können. Immerhin steht eine satte Anzahl an Modellen zur Auswahl, die nun um ein weiteres Fahrzeug ergänzt wird. In Zuffenhausen lässt man es sich nicht nehmen, noch ein GTS Modell des allseits bekannten Sportwagens aufzulegen. Schließlich hatte man mit diesem Schachzug bereits bei der ersten Generation des Porsche Cayenne großen Erfolg: Der aufgepeppte Sportler verkaufte sich außerordentlich gut – eine Wiederholung beim 911 würde Porsche sicherlich gut gefallen.

Mit dem 911 Carrera GTS geht Porsche einen besonderen Weg. Im Grunde dient ein Porsche Carrera S als Basisfahrzeug. Kenner wissen, dass es sich hierbei um den 911er mit Heckantrieb handelt, der im Vergleich zum einfachen Carrera Modell über einen stärkeren Motor verfügt. Der Buchstabe S macht somit den Unterschied. Die Karosserie stammt jedoch aus der Carrera 4 Reihe: Am Heck ist sie einige Zentimeter breiter und lässt den Sportwagen dadurch wuchtiger aussehen.

Wenn irgendwo GTS drauf steht, muss natürlich auch ausreichend Leistung drin stecken. Deshalb hat Porsche den Motor ein wenig aufgebohrt: Anstatt 385 PS stehen satte 408 PS an Leistung zur Verfügung. Das maximale Drehmoment von 420 Nm ist gleich geblieben, allerdings wird es schon bei einer niedrigeren Drehzahl erreicht. Dies macht sich auch beim Beschleunigen bemerkbar: Den Sprint von 0 auf 100 km/h kann der Porsche 911 Carrera GTS innerhalb von 4,2 Sekunden bewältigen. Wie bei der „Welt Online“ zu lesen ist, wird dieser Wert allerdings nur dann erreicht, wenn es sich beim Fahrzeug um die Coupé Version handelt, wie mit Doppelkupplungsgetriebe und Sport-Chrono-Plus Paket ausgestattet ist.

Wie schon beim Cayenne lässt sich der Sportwagenhersteller seine GTS Variante gut bezahlen. Für den Sportwagen, der natürlich noch ein paar Extras mit sich bringt, wie beispielsweise eine Leder-Alcantara Ausstattung und Felgen im RS Spyder Stil, werden ohne Sonderwünsche knapp 105.000 Euro fällig. Sofern man sich für die Cabrio Version entscheidet, muss noch wenig tiefer in die Tasche gegriffen werden: Ganze 115.000 Euro will Porsche für das Auto haben.

Der Wagen soll relativ schnell in den Autohandel kommen (die offizielle Präsentation erfolgt im Oktober auf dem Autosalon in Paris), schließlich gilt es die Verkaufszahlen der aktuellen 911er Serie (Baureihe 997) oben zu halten. Denn in schätzungsweise einem Jahr steht ein Generationenwechsel bevor – was natürlich so manchen Kaufinteressenten zum Warten veranlassen könnte. Denn wer möchte dann selbst mit Neuwagenrabatt noch einen „alten“ Porsche 911 kaufen, wenn schon bald das neue Modell verfügbar ist?

Schlagwörter: Porsche, Porsche 911

Eine Reaktion auf “Porsche legt den 911 Carrera GTS auf”

  1. […] werden kann. Oder man spart eben doch ein wenig länger, damit es ein 911er (zum Beispiel der 911 GTS) […]

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