Porsche 918 Spyder wird kein billiges Spielzeug

Automobilfreunde zeigten sich begeistert, als Porsche ankündigte, dass der 918 Spyder nicht nur ein Konzeptfahrzeug bleibt. Der Supersportwagen, der mit seinem Hybridkonzept für Schlagzeilen sorgte, soll in Serie gehen. Diese Entscheidung gab der Sportwagenhersteller bereits vor einigen Monaten bekannt. Doch Details hielt man noch zurück, weshalb über den Preis nur spekuliert werden konnte. Allerdings hat sich Porsche nun zu Wort gemeldet und ausführlich über das Vorhaben informiert.

Die erste große Neuigkeit besteht darin, dass das Serienfahrzeug stark an das Konzeptfahrzeug angelehnt wird. Allerdings erfolgt die Umsetzung nicht ein zu eins. Erste Skizzen wurden bereits veröffentlicht, jedoch wird es wohl noch eine Weile dauern, bis erste Bilder folgen. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten: Der Hybridantrieb wird voraussichtlich so umgesetzt, dass bis zu 25 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden können. Technisch gesehen verkörpert der Supersportwagen also das Limit des Machbaren.

Die Entwicklung befindet sich mittlerweile in vollem Gange. Allerdings bedeutet dies nicht, dass der Porsche 918 Spyder schon bald beim Händler stehen wird. Es bedarf einer immensen Vorlaufzeit, um die Serienfertigung eines neuen Fahrzeugmodells vorzubereiten. Aus diesem Grund müssen sich Interessenten noch eine ganze Weile gedulden. Am 18. September (in Anlehnung an die amerikanische Schreibweise des Datums 9/18) soll die Produktion beginnen.

Was den Preis betrifft, so wurde im Vorfeld schon wild spekuliert. Man ging davon aus, dass der Porsche 918 Spyder preislich wohl in derselben Liga spielt, wie der Porsche Carrera GT. Wie mittlerweile bekannt ist, kostet der neue Supersportwagen noch ein paar Euro mehr. Zu den 500.000 Euro, die erwartet wurden, kommt noch einmal eine Viertelmillion Euro hinzu. Der Bruttopreis für den deutschen Automarkt wurde mit 768.026 Euro festgesetzt. So manch zahlungskräftiger Automobilfan muss bei diesem Preis einräumen, dass sein Budget bei diesem Neuwagenschnäppchen gesprengt wird.

Dennoch ist davon auszugehen, dass Porsche eine ausreichende Anzahl an Abnehmern für seinen neuesten Supersportwagen finden wird. Die sollten sich jedoch recht bald überlegen, ob sie eine Vorbestellung für das Auto in Auftrag geben. Es wurde nämlich beschlossen, den Porsche 918 Spyder zu limitieren: Genau 918 Exemplare sollen produziert werden. Der spätere Verkauf soll exakt in Reihenfolge des Bestelleingangs erfolgen.

Wer über die finanziellen Mittel verfügt, kann sich die Wartezeit bis 2013 verkürzen und das 918 Sondermodell des Porsche 911 kaufen. Als Basis dient der 911 Turbo S – mit weniger gibt sich Porsche in diesem Fall nicht zufrieden. Jede Menge Leistungen und optische Highlights warten auf den Käufer. So wurde zum Beispiel Bremssattellack ausgewählt, der mit dem Neongrün des 918 Spyder übereinstimmt. Natürlich sind die beiden Fahrzeuge nur bedingt miteinander zu vergleichen, doch für die zeitliche Überbrückung dürfte der 911er durchaus geeignet sein – zumal man auch dieses Fahrzeug zweifelsfrei als Traumauto bezeichnen darf. Ich persönlich würde mich mit der Sonderedition des 911er zweifelsohne zufrieden geben. Darüber, ob das Sondermodell des 911er nur in Verbindung mit einer Bestellung des 918 Spyder erhältlich ist,  bin ich mir nicht ganz schlüssig. Dieser Artikel der Frankfurter Neuen Presse erweckt zumindest den Eindruck.

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