Mini mit exklusivem Sondermodell

Wenn große Serienhersteller die Entscheidung treffen, ein Sondermodell aufzulegen, geht es meist darum, gezielt den Absatz anzukurbeln und somit die Fabriken besser auszulasten. Doch im Hause Mini dürfte dies weniger der Grund für ein Sondermodell sein. Die britische Automarke möchte zeigen, wie elegant der Kleinwagen daher kommen kann. Damit die Eleganz nicht zu kurz kommt, hat man sich bei der Konzernschwester Rolls Royce umgesehen und dort teilweise sogar auf das Materiallager zugegriffen.

BMW gestattet es seiner Konzerntochter tatsächlich, einen Hauch von Rolls Royce Feeling aufkommen zu lassen. Das Sondermodell des Kleinwagens trägt die zusätzliche Bezeichnung “Inspired by Goodwood” und soll somit dezent auf die Herkunft anspielen. Schließlich werden die noblen Rolls Royce Automobile im englischen Goodwood gebaut.

Bei der technischen Basis bleibt Mini jedoch bodenständig. Der Mini Cooper S muss als Basisfahrzeug herhalten. Somit findet sich unter der Motorhaube ein Aggregat wieder, das 184 PS leistet. Den sonst ein wenig protzig wirkenden Lufteinlass auf der Motorhaube sucht man jedoch vergeblich. Vielmehr bemüht man sich darum, britisches Understatement zu kommunizieren. Der Wagen ist übrigens in schwarzem Lack gehalten und glänzt rein äußerlich mit einigen Chromteilen. Wie bei Spiegel Online zu lesen ist, wurde der Auto Lack übrigens genau wie bei Rolls Royce in unzähligen Einzelschichten aufgetragen, um ein besonders tolles Ergebnis zu erzielen.

Das wirkliche Goodwood Feeling stellt sich erst ein, wenn man im Fahrzeug Platz nimmt. Im Innenraum wurden feinste Materialien verarbeitet. Hochwertiges Autoleder sowie kostbares Holz für das Armaturenbrett zeichnen das luxuriöse Stadtauto aus. Hierbei hat man sich übrigens wirklich Mühe gegeben. Denn gerade das Interieur schreckt mich beim Mini immer wieder ab. Schon häufiger habe ich den Kleinwagen als Plastikbomber bezeichnet, weil einfach viel zu viele und vor allem auch sehr klobige Kunststoffteile zu finden sind. Das “Inspired by Goodwood” Sondermodell ist eine schöne Ausnahme: Leder und Holz prägen das Ambiente, wodurch das Fahrzeug im Innenraum um ein Vielfaches schöner aussieht, als man es von den anderen Modellen her kennt.

Allerdings hat die elegante Innenausstattung ihren Preis. Genau 46.900 Euro soll der edel aufgewertete Kleinwagen kosten. Für einen Mini ist dies wirklich eine Stange Geld. Beim Mutterkonzern BMW lässt sich für dieses Geld bereits ein wirklich stattlicher Neuwagen erwerben. Dementsprechend bleibt abzuwarten, wie gut sich die Sonderedition des Mini verkaufen wird. Ich persönlich könnte mir in der Tat vorstellen, dieses Auto zu besitzen. Aber der Preis ist schon sehr heftig – auch wenn das Modell verständlicherweise über eine Vollausstattung verfügt.

Übrigens wurde im Zusammenhang mit diesem Fahrzeug im Web auch über den Aston Martin Cygnet berichtet. Der kleine Aston, der ja nur in Verbindung mit einem großen Sportwagen erstanden werden kann, kostet ein paar tausend Euro weniger, soll aber nicht weniger exklusiv sein. Allerdings muss ich sagen, dass ich unter Berücksichtigung von Leistung, Design und Komfort zweifelsfrei den Mini wählen würde. Coole Bilder zum Sondermodell, von welchem lediglich 1.000 Einheiten produziert werden sollen, gibt es bei bimmertoday zu finden.

Schlagwörter: BMW, Mini, Rolls-Royce

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