Bei der Auswahl von Kindersitzen besser kein Risiko eingehen

Schon seit Jahren wird in der Motorpresse immer wieder darüber berichtet, wie enorm wichtig es ist, beim Kauf von Kindersitzen kein Risiko einzugehen, indem man sich ganz bewusst für geprüfte Markenqualität entscheidet. Schließlich geht es darum, dass der Nachwuchs bestens im Auto geschützt ist. Dass eine gezielte Auswahl so wichtig ist, hat wiederum mit den Unterschieden zu tun, die zwischen den einzelnen Kindersitzmodellen bestehen können. Vor allem in Punkto Sicherheit können signifikante Unterschiede bestehen.

Interessanterweise handelt es sich hierbei um eine Problematik, die bereits seit Jahrzehnten besteht. Immer wieder zeigen Tests auf, wie bedeutsam es ist, den richtigen Autokindersitz zu wählen. Es scheint, als ob die Hersteller nur bedingt reagieren: Einige Hersteller machen ihre Produkte immer sicherer, andere scheinen sich eher zurückzuhalten und im Wesentlichen darauf zu konzentrieren, die grundlegenden Sicherheitsstandards und Vorgaben einzuhalten.

Umso erfreulicher, dass es den ADAC gibt. Wie schon im letzten Jahr wurden die Produkttester des Automobilclubs aktiv und nahmen die augenblicklich im Handel befindlichen Kindersitze mit und ohne Isofix Kindersitzbefestigung unter die Lupe. Die Sitze werden genau untersucht, um zuverlässige Rückschlüsse auf die Sicherheit ziehen zu können.

Auch in diesem Jahr sind die Ergebnisse relativ deutlich ausgefallen. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass es gar nicht so schwierig ist, ein gutes Modell zu erstehen. Die große Mehrheit der im Handel für Kfz-Zubehör erhältlichen Kindersitzmodelle verspricht ein ausreichendes Maß an Sicherheit bzw. haben die meisten Sitze mit gutem Ergebnis abgeschnitten. Allerdings untermauert der aktuelle ADAC Kindersitztest einen Punkt: Richtig gute Kindersitze haben ihren Preis. Wer den bestmöglichen Schutz wünscht, muss ein wenig tiefer in den Geldbeutel greifen.

Ein Kauf, ohne sich vorher zu informieren, sollte allerdings nicht erfolgen. Immerhin gab es gleich fünf Kindersitze, die im Kindersitz Test mit der Note „mangelhaft“ bewertet wurden – und das bei einer Gesamtzahl von 28 Kindersitzen. Interessanterweise wurden zwei der mangelhaften Bewertungen jedoch nicht wegen Sicherheitsmängel vergeben. Erstmalig hat der ADAC auch eine Untersuchung auf Schadstoffe durchgeführt – und tatsächlich gab es doch zwei Modelle, bei denen eine zu hohe Konzentration an DEHP Phthalat festgestellt wurde.

In Zeiten, in denen sich immer mehr herauskristallisiert, wie schädlich bestimmte chemische Verbindungen für Menschen – und besonders für Babys und Kleinkinder – sein können, sollten Eltern vorsichtig sein. Es lohnt sich, Zeit zu investieren und erst einmal Testberichte zu studieren, bevor man sich festlegt und einen Kauf tätigt.

Schlagwörter: ADAC

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