Produktion des Tesla Roadster nähert sich dem Ende

Wer sich für den Tesla Roadster begeistern kann und deshalb ernsthaft in Erwägung zieht, den Elektrosportwagen zu kaufen, sollte sich möglichst bald entscheiden. Wie Tesla Motors angekündigt hat, wird die Produktion in absehbarer Zeit eingestellt – und dann kommt mit dem Tesla Model S eine vollkommen andere Art von Elektroauto auf den Markt.

Im Grunde ist dies noch keine Neuigkeit. Schon vor gut einem halben Jahr ließ das Unternehmen durchsickern, die Produktion des Roadsters einstellen zu wollen. Doch nun haben die Kalifornier konkrete Informationen nachgelegt. Nach aktuellem Stand der Dinge (siehe Golem) soll sich Tesla Motors noch in der Lage befinden, 100 Fahrzeuge zu produzieren. Dann ist Schluss, weil Lotus nicht mehr liefert. Dies dürfte wiederum damit zu tun haben, dass Lotus schon längst an einem neuen Sportwagen bastelt – zugleich lässt dies hoffen, dass später ein neuer Roadster aufgelegt wird.

Insgesamt sollen noch Kapazitäten vorhanden sein, die eine Produktion des Sportwagens bis Mitte des nächsten Jahres ermöglichen. Dann sollen insgesamt 2.500 Tesla Roadster vom Band gelaufen sein. Dass Tesla seine Produktion dann einstellen muss, dürfte das Unternehmen nicht im Geringsten stören. Die Priorität dürfte ohnehin schon auf dem Model S liegen. Schließlich soll der Viertürer deutlich günstiger angeboten werden und somit eine deutlich größere Kundengruppe ansprechen. Somit würde sich Tesla erstmalig die Chance bieten, in die Serienproduktion zu gehen und dabei auf eine für Pkw-Verhältnisse typische Produktionsmenge kommen.

Die Planungen für das Model S sind übrigens schon weit vorangeschritten. Nicht nur, dass das endgültige Design längst steht (Bilder eines Fahrzeugs mit weißem Mattlack wurden bereits veröffentlicht): Auch die Akku-Varianten sind bekannt. Dem besagten Beitrag von Golem ist zu entnehmen, dass das Tesla Model S in drei Varianten angeboten wird. Die Unterschiede sind bei der Akkukapazität zu finden. In der kleinsten Version lässt sich eine Reichweite von 260 Kilometern erzielen – zugleich ist der Preis am geringsten und soll voraussichtlich bei 57.400 US-Dollar liegen. Wer den nächst größeren Akku wählt, kommt 110 Kilometer weiter, muss allerdings auch rund 10.000 US-Dollar mehr bezahlen. Eine Gesamtreichweite von bis zu 480 Kilometern schlägt mit weiteren 10.000 US-Dollar bzw. einem Gesamtpreis von 77.400 US-Dollar zu Buche.

Der Start des Tesla Model S soll bereits im kommenden Jahr erfolgen. Allerdings schließt dies Europa und somit auch Deutschland nicht ein. Erst ein Jahr später bzw. 2013 soll das Tesla Model S nach Europa kommen. Fans, die das Auto schon vorher sehen, deshalb jedoch nicht extra in die USA reisen möchten, sollten dann die Tesla Showrooms besuchen. Zwar ist noch nicht bekannt, ab wann das Model S dort zu sehen sein wird, doch immerhin gibt in Deutschland gleich zwei Showrooms. Der erste Showroom wurde in München eröffnet, der zweite befindet sich in Hamburg.

Schlagwörter: Elektroauto, tesla motors

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