Fahren bei Schnee: So viele Autofahrer überschätzen sich

Mit diesem Beitrag möchte ich eine Sache kurz loswerden: Ich bin wieder einmal geschockt, wie unvernünftig einige Autofahrer auf unseren Straßen unterwegs sind. Erst vor ein paar Tagen war ich im Norden der Republik unterwegs, wo die Straßenverhältnisse aufgrund von Schneefällen und eingeschränktem Winterdienst nicht gerade die besten fahren. Man sollte meinen, die Autofahrer sind dort besonders vorsichtig.

Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall. Auf spiegelglatten Straßen wird mit hoher Geschwindigkeit gefahren, ist der Vordermann zu langsam, so wird die Lichthupe reingehauen oder gleich überholt. Solch ein Verhalten kann ich absolut nicht nachvollziehen, den Leuten scheint nicht bewusst zu sein, wie schnell sie mit ihren Fahrzeugen im Graben liegen können.

Ich will damit aber nicht sagen, dass vor allem die Norddeutschen (die nicht ganz so häufig mit Schnee in Berührung kommen, wie es hier bei uns im Süden der Fall ist) schlecht bei winterlichen Straßenverhältnissen fahren. Auch bei uns begegne ich regelmäßig Autofahrern, die sich absolut daneben verhalten. Teilweise wünsche ich mir sogar, dass die Leute direkt von der Straße abkommen, um dann den Abschleppdienst anrufen zu müssen. Einige haben es einfach nicht besser verdient.

Vermutlich fehlt diesen Autofahrern schlichtweg die Erfahrung oder auch das fahrerische Feingefühl. Das jahrelange Fahrtraining auf der Schwäbischen Alb hat mich geschult: Selbst leichte Straßenglätte kann ich über die Lenkung wahrnehmen. Andere scheinen dies nicht zu merken und überschätzen ihrer Fähigkeiten oder ihre Fahrzeuge. Dabei kann alles ganz schnell gehen. Im Grunde muss man nur einen Tick zu schnell unterwegs sein, damit das Fahrzeug in einer Kurve ausbricht und man die Kontrolle verliert. Das Unfallrisiko ist dann sehr hoch, folglich ist es einfach nur sinnvoll, bewusst langsam zu fahren. Besser man ist ein wenig länger unterwegs, als später den großen Ärger zu haben.

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