Wie Sie ein Exportkennzeichen beantragen

Ein Exportkennzeichen ist auf der Zulassungsstelle schnell erhältlich und die Kosten sind nicht hoch. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

Autobesitzer und Autohändler, die ein Fahrzeug in das Ausland verkaufen möchten, haben es nicht immer leicht. Dies trifft vor allem dann zu, wenn das Kfz bereits abgemeldet ist und trotzdem direkt überführt bzw. auf der Straße bewegt werden soll. In solch einem Fall ist es erforderlich, sich um eine entsprechende Zulassung zu kümmern, damit man am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen darf.

Zu diesem Zweck greifen vor allem Händler gerne auf das Exportkennzeichen zurück. Wie es der Name schon verrät, handelt es sich um ein Kennzeichen, das speziell für die Ausfuhr von Kraftfahrzeugen angeboten wird. Mit entsprechender Zulassung und Nummernschild ist es möglich, Autos und Motorräder von Deutschland aus in das Ausland bzw. über die Grenze zu fahren.

Voraussetzungen für den Erhalt eines Kennzeichens

Zunächst einmal sei angemerkt, dass es das klassische Exportkennzeichen nicht mehr gibt. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine umgangssprachliche Bezeichnung. Eine weitere umgangssprachliche Bezeichnung lautet Zollkennzeichen.

Sofern ein Auto oder auch ein Motorrad in das Ausland überführt werden soll, gilt es ein so genanntes Ausfuhrkennzeichen zu beantragen. Es dient als Nachweis über Zulassung und Versicherungsschutz. Um es auf der Zulassungsstelle beantragen zu können, gilt es mehrere Voraussetzungen zu erfüllen.

Verständlicherweise muss man sich in der Lage befinden, die Fahrzeugpapiere (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein bzw. die Zulassungsbescheinigungen) vorlegen zu können. Weiterhin werden ein TÜV Gutachten bzw. ein bestandenes HU Prüfgutachten sowie der Nachweis über das Bestehen einer Versicherung benötigt. Ohne TÜV bzw. entsprechendes Gutachten ist eine Zulassung auf diesem Wege nicht möglich.

Welche Kosten für ein Exportkennzeichen anfallen

Der Gang zur Zulassungsstelle ist natürlich mit gewissen Kosten verbunden. Hierbei handelt es sich zum einen um die Gebühren der Zulassung sowie den Preis zur Herstellung der Nummernschilder. Zum anderen Fallen natürlich noch Kosten für die Kfz-Versicherung an. Diese werden nicht sofort auf dem Landratsamt fällig, stattdessen wird mit dem Versicherer separat abgerechnet - häufig sogar erst nach der Überführung. Deckungskarte oder EVBN lassen sich normalerweise schnell anfordern. Welcher Beitrag erhoben wird, hängt vom Einzelfall bzw. vom Anbieter ab. Mit gut 50 Euro sollte man jedoch rechnen.

Außerdem ist der Fahrzeughalter dazu verpflichtet, Kfz-Steuer zu entrichten. Die Entrichtung der Steuer basiert auf dem Zeitraum von mindestens einem Monat, selbst wenn das Fahrzeug gar nicht so lange zugelassen gewesen ist.