Kurzkennzeichen beantragen und richtig einsetzen

Ein Kurzkennzeichen ist für Probefahrten und Fahrzeugüberführungen ideal. Auf der Zulassungsstelle fallen nur geringe Kosten an.

Damit man ein Kfz im öffentlichen Straßenverkehr bewegen darf, ist eine Zulassung unverzichtbar. Dies gilt auch für Probefahrten oder Überführungen: Sollte beispielsweise ein Auto bereits abgemeldet sein, so kann man dieses nicht einfach nutzen. Stattdessen gilt es sich im Vorfeld um eine Zulassung und den Erhalt entsprechender Kennzeichen zu kümmern.

Glücklicherweise ist es nicht schwierig, ein Kennzeichen zu erhalten - auch wenn dieses nur für kurze Zeit bzw. vorübergehend benötigt wird. In solchen Fällen bietet es sich an, ein so genanntes Kurzkennzeichen zu beantragen. Es ist lediglich für den Zeitraum von 5 Tagen gültig, was fast immer ausreichend bemessen ist, um Autos oder auch Motorräder zur Probe zu fahren oder sie sogar zu überführen.

Zum Beantragen einfach die Zulassungsstelle aufsuchen

Es ist nicht schwer, ein solches Kfz-Kennzeichen zu beantragen. Allerdings soll an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht werden, dass die offizielle Bezeichnung Kurzzeitkennzeichen lautet. Dies ist wichtig, damit es auf dem Landratsamt nicht zu Missverständnissen kommt. Ebenso darf man es nicht mit dem Saisonkennzeichen verwechseln, welches für wesentlich längere Zeiträume bzw. für mindestens einen Monat gültig ist. Übrigens werden Kurzzeitkennzeichen auf häufig als Überführungskennzeichen bezeichnet.

Damit die Beantragung glatt läuft, gilt es im Vorfeld ein paar Vorbereitungen zu treffen. Dabei kommt es im Wesentlichen darauf an, die Fahrzeugpapiere (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein oder alternativ Zulassungsbescheinigung I und II) zu besorgen. Außerdem muss man nachweisen können, dass für das Fahrzeug eine Versicherung abgeschlossen wurde. Hierfür gilt es Doppelkarte / Deckungskarte oder die EVBN vorzulegen.

Die Kosten für ein Kurzkennzeichen sind überschaubar

Natürlich entstehen Kosten durch das Zulassen, das Prägen der Nummernschilder sowie die Kfz-Versicherung. Allerdings halten sich die Kosten in Grenzen. Auf der Zulassungsstelle fallen inklusive der Herstellung der Nummernschilder rund 40 bis 50 Euro an Gebühren an. Für den Versicherungsschutz wird ein Betrag in vergleichbarer Größenordnung fällig. Sollte man das Auto anschließend dauerhaft zulassen, so kann der Zeitraum oftmals angerechnet werden, was zu einer deutlichen Ersparnis führt.