Wie ein rotes Kennzeichen für Händler erhältlich ist

Ein rotes Kennzeichen für Händler lohnt sich richtig. Das Wechselkennzeichen kann günstig auf der Zulassungsstelle abgeholt werden.

Das rote Kennzeichen sieht man im Straßenverkehr immer seltener, weil die Zulassungsstellen entsprechende Kfz-Kennzeichen nicht mehr so häufig vergeben. Dies gilt vor allem für Privatpersonen. Sofern diese eine Probefahrt absolvieren oder ein Fahrzeug überführen möchten, so vergeben die Landratsämter immer häufiger das Kurzzeitkennzeichen, das eine sehr gute Alternative darstellt.

Allerdings ist nicht jedermann gut bedient, auf das Kurzzeitkennzeichen zu setzen. Dies gilt besonders für Autohändler. Wer mit Autos handelt, muss häufig eine Vielzahl an Autos bewegen, weshalb die Kurzzeitzulassung nicht helfen kann: Sie ist jeweils auf ein Fahrzeug beschränkt. Kfz-Händler benötigen deshalb ein anderes Nummernschild, um ihre Autos bewegen zu können. Ein rotes Kennzeichen gilt hier als Klassiker: Die meisten Händler besitzen es und machen von ihm auch regen Gebrauch.

Rote Kennzeichen sind Wechselkennzeichen

Wenn von roten Kfz-Kennzeichen oder Nummernschildern gesprochen wird, so handelt es sich dabei um eine umgangssprachliche Bezeichnung. Genau genommen spricht man von so genannten Wechselkennzeichen, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Sofern ein solches Kennzeichen für den gewerblichen Kfz-Handel benötigt wird, kann man dieses auf der jeweils regional zuständigen Zulassungsstelle beantragen.

Es gibt mehrere Wechselkennzeichen. Ein rotes Kennzeichen für Händler erkennt man daran, dass es mit der Nummer 06 beginnt. Es wird an Kfz-Betriebe und Händler vergeben. Es soll ihnen das Handling mit Neuwagen und Gebrauchtwagen deutlich erleichtern. So sind sie beispielsweise dazu berechtigt, die Fahrzeuge im Straßenverkehr zu bewegen. Gedacht sind die Kennzeichen zur Durchführung von Probefahrten und Fahrzeugüberführungen. Die Besonderheit dieser Kennzeichen: Es besteht keine Bindung an ein bestimmtes Fahrzeug: Sie dürfen an mehreren Fahrzeugen verwendet und dementsprechend auch gewechselt werden.

Voraussetzungen für Händler und Kfz-Betriebe

Ein rotes Kennzeichen für Händler wird natürlich nur dann vergeben, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Der Erhalt auf der Zulassungsstelle ist an die Vorlage einiger Dokumente geknüpft, zu denen neben Personalausweis und Gewerbeanmeldung auch eine Versicherungsbestätigung (Doppelkarte oder EVBN) sowie ggf. Handelsregisterauszug und Führungszeugnis zählen.

Der Einsatz des Kennzeichens ist nur erlaubt, wenn das so genante Fahrzeugscheinheft geführt wird. Darin sind die einzelnen Fahrzeuge genau festzuhalten. Eintragungen haben vor Fahrtbeginn zu erfolgen und das Heft gilt es bei jeder Fahrt bei sich zu führen. Die Kosten für das rote Nummernschild inklusive Zulassung und Fahrzeugscheinheft sind je nach Zulassungsstelle unterschiedlich bemessen. Mit rund 180 Euro ist jedoch zu rechnen.