Zum Saisonkennzeichen alle wichtigen Fakten

Ein Saisonkennzeichen zu beantragen ist ganz einfach. Hohe Kosten wegen Kfz-Steuer und Versicherung fallen nicht an. Man kann sogar sparen.

Die Anzahl der Fahrzeuge, die nicht ganzjährig genutzt werden, hat in den vergangenen Jahren spürbar zugelegt. Hierzu zählen vor allem Cabriolets: Viele Autofahrer, die ein Cabrio mit Stoffverdeck besitzen, möchten dies nur bei gutem Wetter und somit auch nur während der warmen Jahreszeit über fahren. Im Winter stehen die Autos in der Garage, um dort geschützt zu sein. Ganz ähnlich verhält es sich bei Oldtimern, Wohnmobilen, Wohnwagen und oftmals auch bei Motorrädern: Die Besitzer fahren im Winter anderen Fahrzeuge.

Wer ein solches Fahrzeug besitzt, hegt meist großes Interesse an einer saisonalen Zulassung. Damit ist das Kfz nur während eines individuell bestimmbaren Zeitraums zugelassen. Außerdem dieses Zeitraums ruht es, was gewisse finanzielle Vorteile bzw. niedrigere Kosten bei Kfz-Steuer und Versicherung mit sich bringt. Ersichtlich ist die saisonale Zulassung am Fahrzeug übrigens unmittelbar: Es wird ein so genanntes Saisonkennzeichen montiert.

Saisonale Kfz-Kennzeichen gibt es für fast alle Fahrzeuge

Entsprechende Kennzeichen werden seit 1995 angeboten und werden seither auch rege genutzt. Von Jahr zu Jahr nimmt die Anzahl entsprechender Zulassungen zu. Sofern man selbst ein Cabrio besitzt oder man Wohnmobil oder Wohnwagen nicht ganz jährig nutzt, bietet es sich an, diese Form der Zulassung zu wählen. Das Grundprinzip ist simpel: Das Fahrzeug ist nur für einen bestimmten Zeitraum zugelassen. Dieser muss bei mindestens zwei Monaten liegen und kann maximal elf Monate betragen. Den Zeitraum, für den keine Zulassung besteht, bezeichnet man als Ruhezeit.

Ist das Fahrzeug erst einmal zugelassen, so gilt es zu beachten, dass keine Nutzung während der Ruhezeit erfolgt. Dies ist ein wichtiger Punkt, was vor allem auf den Versicherungsschutz zurückzuführen ist. Außerdem muss das Fahrzeug gesichert abgestellt werden, beispielsweise in einer Garage. Parken auf öffentlichen Parkplätzen oder am Straßenrand ist nicht gestattet und kann bei Missachtung bestraft werden.

Die Kosten für ein Saisonkennzeichen halten sich in Grenzen

Wie schon erwähnt wurde, lässt sich ein finanzieller Vorteil erzielen, wenn man sich für diese Art der Kfz-Zulassung entscheidet. Welche Kosten letztlich entstehen, hängt von mehreren Faktoren, ganz besonders jedoch vom Zulassungszeitraum ab. Je kürzer der Zeitraum, desto niedriger sind die Kosten für Steuer und Versicherung bemessen.

Die Kfz-Versicherer bieten sogar spezielle Tarife an, wobei es genau zu rechnen gilt. Spezielle Kurzzeitversicherungen lohnen sich nicht immer. Außerdem werden Schadensfreiheitsrabatte meist nur gewährt, wenn die Zulassung während eines Kalenderjahres mindestens sechs Monate beträgt. Interessenten sollten sich daher ausreichend Zeit nehmen und mehrere Versicherungsangebote vergleichen, damit nicht nur für einen guten Schutz gesorgt ist, sondern das Fahrzeug auch günstig versichert ist.