Infos zum Zollkennzeichen für Überführungen

Zur Fahrzeugüberführung ins Ausland ist das Zollkennzeichen sehr gefragt. Zum Glück kann man es auf der Zulassungsstelle zu niedrigen Kosten beantragen.

Ein Auto oder Motorrad in das Ausland zu fahren, ist nicht schwierig, so lange das Fahrzeug über eine gültige Zulassung verfügt. Anders sieht es aus, wenn ein Kfz abgemeldet wurde. In solch einem Fall ist die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr nicht gestattet. Hierdurch wird einem die Arbeit nicht gerade erleichtert, wenn man eine Fahrzeugüberführung durchführen möchte.

Dennoch gibt es natürlich eine Möglichkeit. Jeder halbwegs erfahrene Autohändler weiß genau, dass er zu diesem Zweck lediglich ein Zollkennzeichen beantragen muss. Gemeint ist im eigentlichen Sinne das so genannte Überführungskennzeichen, welches auf jeder Zulassungsstelle erhältlich ist. Ist die Zulassung erteilt und sind die Nummernschilder angebracht, so darf das Auto in Deutschland und auch im Ausland zum Zwecke der Überführung bewegt werden.

Voraussetzungen zum Erhalt der Zulassung

Grundsätzlich ist es relativ einfach, ein Kennzeichen zur Kfz-Überführung ins Ausland zu erhalten. Es gilt lediglich ein paar Vorbereitungen zu treffen, damit die geltenden Voraussetzungen erfüllt werden können. Hierzu zählt verständlicherweise die Vorlage der erforderlichen Fahrzeugpapiere. Gemeint sind Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein oder alternativ die Zulassungsbescheinigung. Außerdem ist es ganz wichtig, dass die TÜV Papiere bzw. ein aktueller TÜV Prüfbericht vorliegt. Ohne bestandene Hauptuntersuchung (HU) und somit ohne TÜV ist es nicht möglich, das Kfz-Kennzeichen für den Fahrzeugexport zu erhalten. Außerdem gilt es eine EVBN oder Deckungskarte vorzulegen, um dadurch den Versicherungsschutz zu belegen.

Die Kosten, die mit der Zulassung in Verbindung stehen, gliedern sich in drei Bereiche. Da wäre erst einmal die eigentliche Zulassung, die Gebühren auf der Zulassungsstelle verursacht. Sofern man die Kosten für das Prägen der Nummernschilder mitberücksichtigt, werden gut 40 bis 50 Euro fällig. Hinzu kommt die Kfz-Steuer: Wird ein Ausfuhrkennzeichen beantragt, so muss für das Fahrzeug auch die Steuer für den Zeitraum von mindestens einem Monat berücksichtigt werden. Hinzu kommt noch der Beitrag für die Kfz-Versicherung.

Ohne Versicherung gibt es kein Zollkennzeichen

Der Versicherungsschutz gilt als ungemein wichtig und ist eine Grundvoraussetzung für den Erhalt des Kennzeichens. Er kann bei den meisten Versicherern schnell und unkompliziert beantragt werden. Beim Beantragen gilt es unbedingt darauf hinzuweisen, dass der Schutz für eine Fahrzeugüberführung benötigt wird, die teilweise auch im Ausland erfolgt. Der Versicherer sorgt dann für eine entsprechende Haftpflichtversicherung.