Weshalb Profis auf das Glasperlstrahlen setzen

Per Glasperlstrahlen ist es möglich, Metall- und Karosserieteile sicher von Rost und Lack zu befreien. Man benötigt nur gute Glasperlen als Strahlmittel.

Nur selten kann man einfach die Lackierpistole auspacken und gleich mit dem Lackieren eines Fahrzeugs beginnen. Fast immer ist es erforderlich, den alten Fahrzeuglack erst einmal sicher zu entfernen und die betroffenen Karosserieteile von altem Lack und Lackspuren vollständig zu befreien. Dies bedeutet, professionell und vor allem mit guten Werkzeugen arbeiten zu müssen. Die meisten Profis greifen deshalb zum Sandstrahlgerät.

Allerdings wird immer seltener mit Sand, dem klassischen Strahlmittel, gearbeitet. Zunehmend mehr Lackierprofis entscheiden sich für das so genannte Glasperlstrahlen. Im Grunde handelt es sich hierbei um dieselbe Technik wie beim Sandstrahlen, nur mit dem kleinen Unterschied, das ein anderes Strahlmittel eingesetzt wird. Anstatt auf Quarzsand zu setzen, spuckt die Sandstrahlpistole kleine Glasperlen aus.

Glasperlen sind ein besonders leistungsstarkes Strahlmittel

Selbstverständlich gibt es einen Grund, weshalb viele Autolackierer inzwischen auf diese Weise verfahren und nicht mehr mit Sand arbeiten. Der Grund, weshalb auf das Glasperlstrahlen gesetzt wird, ist eigentlich ganz einfach: Es schont die Karosserieteile. Immerhin ist es so, dass die Teile einer beachtenswerten Belastung ausgesetzt sind, wenn Sand auf die Oberfläche trifft: Der Sand zerkratzt die Oberflächen der Karosserieteile und kann außerdem zu einer vergleichsweise hohen Temperaturentwicklung führen. Hohe Temperaturen sind jedoch nicht erwünscht: Die Teile der Karosserie können sich unter Umständen verformen.

Das Glasperlstrahlen bietet wesentlich mehr Sicherheit

Setzt man hingegen die feinen Glasperlen als Strahlmittel ein, so sieht die Situation ganz anders aus. Die Perlen tragen den Autolack zwar nicht so schnell ab, aber dafür ist die Verfahrensweise sehr viel schonender. Konkret bedeutet dies, länger arbeiten zu müssen, aber dafür ist das spätere Ergebnis besser. Der alte Fahrzeuglack wird schonend abgetragen und die einzelnen Karosserieteile verziehen sich nicht.

Auf der anderen Seite müssen viele Leute zugeben, dass sie nicht über die benötigte Technologie bzw. nicht die erforderlichen Werkzeuge verfügen, um auf diese Weise ihre Karosserieteile bearbeiten und für das Lackieren vorbereiten zu können. Doch zum Glück lässt sich dieses Problem lösen: Vor Ort finden sich heutzutage viele Fachbetriebe, wie zum Beispiel Karosseriewerkstätten und Lackierwerkstätten, in denen man die Teile bearbeiten lassen kann. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, sich eine Sandstrahlpistole zu kaufen und dann zusätzliche die feinen Glasperlen als Strahlmittel anzuschaffen, damit man das Glasperlstrahlen selbst praktizieren kann. Übrigens wird dringen dazu geraten, hierbei einen Atemschutz zu tragen.