Unterbodenschutz richtig auftragen

Wenn Sie Unterbodenschutz auftragen bzw. erneuern möchten, muss alles stimmen. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt und wie man beim Versiegeln vorgeht.

Es hat seinen Grund, weshalb Autoprofis beim Kauf von Autos schon nach kurzer Zeit einen Blick unter die Fahrzeuge werfen bzw. diese von unten betrachten. Denn eine schöner und gepflegter Autolack hat nicht viel zu bedeuten: Das schönste Auto kann von unten Schlimmes offenbaren. Es ist immer die Unterseite, die den größten Belastungen ausgesetzt ist. Feuchtigkeit bzw. Regen und Spritzwasser sowie Schmutz und Streusalz treffen von unten auf die Fahrzeuge und können große Schäden hervorrufen. Korrosion bzw. starker Rost kann die Folge sein und so manches Fahrzeug ins Aus katapultieren.

Damit es nicht soweit kommt, wird auf den so genannten Unterbodenschutz gesetzt. Hierbei handelt es sich um eine vergleichsweise einfache aber dafür sehr wirkungsvolle Maßnahme. Dieser Schutz stellt letztlich nichts anderes als eine Versiegelung dar: Das Fahrzeug ist von unten mit einer schützenden Schicht überzogen, die letztlich einen erstklassigen Korrosionsschutz verkörpert.

Das Auftragen von Unterbodenschutz ist eine gute Entscheidung

Wegen des guten Schutzes, der durch die Versiegelung erlangt werden kann, ist es empfehlenswert, diesen Weg zu gehen. Ob ein Auftragen erforderlich ist, hängt natürlich auch stets vom Alter des Fahrzeugs ab. Heutzutage gibt es einige Autos, die bereits ab Werk mit einer Hohlraumversiegelung bzw. einer dicken Schicht Wachs ausgestattet wurden und somit erst einmal für eine Weile geschützt sind.

Ob ein erneutes Auftragen erforderlich ist, sollte man deshalb im Vorfeld überprüfen. Sollte keine Schicht vorhanden sein, ist es logischerweise sinnvoll, diesen Weg zu wählen. Hierbei kann es unter Umständen erforderlich sein, den alten Unterbodenschutz zu entfernen, damit man ihn anschließend erneuern kann.

Das Wachs zu erneuern ist gar nicht so einfach

Wer ein wenig Geld sparen möchte, kann ein solches Vorhaben natürlich selbst angehen bzw. den Unterbodenschutz selber auftragen. Doch gerade das Entfernen der alten Schutzschicht, ist nicht immer so einfach. Auch das Erneuern bzw. das Auftragen der neuen Schicht bedarf einer Fachkenntnis, damit es zu einer guten Hohlraumversiegelung bzw. Unterbodenversiegelung kommt. Hinzu kommt die Tatsache, dass auch geeignete Werkzeuge bzw. eine entsprechende Spritzpistole benötigt werden. Das Wachs muss erwärmt und dann gleichzeitig aufgesprüht werden. Diese Aufgabe gestaltet sich alles andere als einfach. Daher ist es zumeist am besten, sich diese Mühe nicht anzutun und einen Fachbetrieb zu beauftragen.

Was die Kosten einer Versiegelung betrifft, so halten sich diese in Grenzen. Wer sich für das Auftragen in einer Kfz-Werkstatt entscheidet, muss einerseits die Kosten für die Versiegelung bzw. das Wachs berücksichtigen, zum anderen kommen noch Arbeitskosten hinzu. Die Arbeit selbst in zumeist innerhalb von ein bis zwei Stunden durchgeführt. Am besten holt man sich Angebote von mehreren Kfz-Werkstätten und Lackierereien ein, um Preise vergleichen und somit einen günstigen Anbieter auswählen zu können.