Magnesiumfelgen sind auch für private Pkw erhältlich

Zwar gelten Magnesiumfelgen als teuer und empfindlich, aber dennoch sind sie reizvoll. Immerhin sind die Felgen sehr leicht und sehen einfach gut aus.

Bereits seit vielen Jahrzehnten bedienen sich die Automobilentwickler und Ingenieure der verschiedensten Methoden, um das Gewicht von Fahrzeugen noch leichter zu machen. So kam es, dass sie sich auch auf die Suche nach Möglichkeiten begeben haben, die zu einer Verringerung des Felgengewichts führen. Das Ergebnis dieser Arbeit spiegelt sich in Felgen wieder, die nicht aus Aluminium, sondern aus Magnesium gefertigt sind. Diese zeichnen sich durch eine ausreichende Stabilität bei einem vergleichsweise niedrigen Gewicht aus.

In erster Linie werden Magnesiumfelgen im Bereich des Motorsports eingesetzt: Rennfahrzeuge sind bereits seit langer Zeit mit entsprechenden Felgen ausgestattet. Allerdings sind die Felgen längst nicht nur in diesem Bereich beheimatet: Auch Straßenfahrzeuge bzw. konventionelle Autos können heutzutage mit Magnesiumfelgen ausgestattet werden. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Nachfrage vor allem im Bereich der Motorräder sehr groß ist. Für etliche begeisterte Biker steht fest, ihre Maschinen mit entsprechenden Felgen auszustatten, weil sie bei ihnen die Reduzierung des Gewichts noch deutlicher bemerkbar macht.

Um es gleich an dieser Stelle vorwegzunehmen: Das Angebot an Magnesiumfelgen ist vergleichsweise gering. Im Vergleich zu Alufelgen gibt es nur relativ wenige Unternehmen, die Felgen aus Magnesium produzieren. Diese Tatsache ist vor allem auf den aufwendigen und vor allem auch kostspieligen Produktionsprozess zurückzuführen. Aus diesem Grund dürfte es den erfahrenen Autofan auch nicht wundern, dass diese Felgen nicht gerade günstig sind und sich deshalb auch nur wenige Autofahrer die Entscheidung treffen, ihre Fahrzeuge entsprechend auszustatten. In der Praxis kommt es nur relativ selten vor, dass Fahrzeugbesitzer keine Alufelgen kaufen, sondern dazu bereits sind, mehr Geld auszugeben und Magnesiumfelgen zu erwerben.

Die Zurückhaltung ist übrigens nicht nur auf den Preis zurückzuführen, sondern auch auf die Anfälligkeit der Felgen. Im Grunde genommen können sie durchaus eine hohe Lebensdauer erreichen – allerdings nur wenn sie sorgsam gefahren werden. Aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit gelten sie nämlich als besonders anfällig. Bordsteine sollte man zum Beispiel nicht schrammen, weil die Felgen sonst unter Umständen schon nicht mehr zu gebrauchen sind.