damit die Unfallinstandsetzung keine Kostenfalle wird

Eine Unfallinstandsetzung günstig sein. Doch es kommt immer auf den Schaden am Unfallwagen an. Kostenvoranschläge sind daher ganz wichtig.

Nur weil ein Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen ist, muss es noch lange nicht reif für die Schrottpresse sein. Genau betrachtet sind nur die wenigsten Fahrzeuge nach einem Unfall so sehr beschädigt, dass von einem Totalschaden gesprochen werden kann. Dementsprechend gilt es diese wieder fit zu machen. Zwar ist solch ein Werkstattbesuch nicht immer günstig, doch letztendlich ist es möglich, eine vollständige Funktionalität wieder herzustellen und zugleich ist dem Fahrzeug zumindest auf den ersten Blick nicht mehr anzusehen, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt.

Die Ergreifung entsprechender Maßnahmen bezeichnet man auch als Unfallinstandsetzung. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Bereich aus der Welt der Autoreparatur. Im Gegensatz zu konventionellen Reparaturen, bei denen lediglich kleinere Schäden behoben und verschlissene Kfz-Teile gewechselt werden, fällt die Instandsetzung von Unfallfahrzeugen ein ganzes Stück umfangreicher aus.

Wie es um den Umfang bestellt ist, hängt natürlich einzig und allein vom jeweiligen Schaden ab. Zum Teil kann die Instandsetzung sogar innerhalb kürzester Zeit vorgenommen werden, zum Teil fällt sie aber auch sehr umfangreich aus und nimmt somit mehr Zeit in Beschlag. Im Hinblick auf die Kosten nimmt die Zeit jedoch nur bedingt einen Einfluss. Natürlich sind die Arbeitskosten bzw. die Arbeitsstunden der Kfz-Mechaniker nicht zu unterschätzen, doch auch die benötigten Kfz-Teile können unter Umständen sehr teuer sein.

In den meisten Fällen sind die Autobesitzer sehr überrascht, wenn ihnen von der Kfz-Werkstatt die Rechnung präsentiert wird: Eine Unfallinstandsetzung ist nicht gerade billig. Selbst bei kleineren Schäden, wie sie bei Auffahrunfällen entstehen, können schnell Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro entstehen. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, dass man sich im Vorfeld absichert. Die Kosten selbst resultieren beispielsweise aus dem Wechsel der Karosserieteile - allein diese sind nicht gerade günstig, zumal häufig gleich mehrere Teile auf einmal gewechselt werden müssen.

Sofern die Kosten von einer Versicherung übernommen werden, befindet man sich logischerweise auf der sicheren Seite. Anders sieht es aus, wenn man lediglich über eine Teilkaskoversicherung oder gar eine Kfz-Haftpflichtversicherung verfügt. Sollte man den Unfall und somit auch den Schaden selbst verursacht haben, werden lediglich die Kosten der anderen Seite übernommen. Den Schaden, der am eigenen Auto entstanden ist, gilt es selbst zu übernehmen. Daher ist es umso wichtiger, sich vor der Auftragserteilung einen Kostenvoranschlag zu holen und sich somit abzusichern: Falls die Kosten für die Instandsetzung des Unfallfahrzeugs zu hoch ausfallen, kann immer noch von einer Reparatur abgesehen werden.

Abschließend noch ein wichtiger Tipp: Es gilt als empfehlenswert, sich auf jeden Fall mit dem eigenen Versicherer in Verbindung zu setzen - und zwar unabhängig davon, ob man nun über einen Haftpflichtschutz oder eine Vollkaskoversicherung verfügt. Somit kann man sich Klarheit verschaffen und genau klären, ob die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Versicherung besteht.