Wechsel der Domlager richtig angehen

Spröde oder gar defekte Domlager müssen gewechselt werden. Während Profis die Lager selber wechseln, suchen alle anderen besser die Kfz-Werkstatt auf.

Den Domlagern kommt eine wesentlich höhere Bedeutung zu, als die meisten Autobesitzer annehmen. Wenn man es genau betrachtet, wissen die meisten Autofahrer noch nicht einmal, um welche Art von Kfz-Komponente es sich hierbei handelt und wo diese am Fahrzeug ist. Dabei wird sie zwingend benötigt, um Fahrwerk und Karosserie sicher miteinander zu verbinden. Sollte es zu einem Defekt (der fast immer auf das Fahrzeugalter bzw. auf Verschleiß zurückzuführen ist) kommen, müssen die Lager verständlicherweise gewechselt werden.

Bevor es um das Austauschen geht, soll an dieser Stelle kurz erläutert werden, welche Aufgabe ein Domlager übernimmt und weshalb ihm eine so hohe Bedeutung zukommt: Wie schon erwähnt wurde, dient es der Verbindung von Fahrwerk und Karosserie. Die Stoßdämpfer sind an den Domlagern befestigt. Die Befestigung erfolgt über ein Metallelement, das sich in der Mitte des Lagers befindet und über die Aufnahmehalterung verfügt. Das Mittelteil ist von einer Art Gummi umgeben: Diese Gummimasse ist wiederum mit der Karosserie verbunden und sorgt für eine gewisse Flexibilität, damit auftretende Schwingungen nicht vollständig auf die Karosserie übertragen werden. Ausnahmen finden sich fast ausschließlich im Bereich des Motorsports wieder: Dort kann es schon einmal vorkommen, dass die Domlager vollständig aus Metall gefertigt sind.

Wie in der Einleitung verdeutlich wurde, kann es unter Umständen erforderlich sein, diese Lager zu wechseln. Allerdings muss nicht immer ein Defekt bzw. eine spröde gewordene Gummimasse hierfür verantwortlich: Vor allem in der Tuningszene finden sich etliche Autobesitzer wieder, die zumeist härte bzw. weniger stark gefederte Lager einbauen möchten, um somit einen gewissen Einfluss auf die Fahreigenschaften zu nehmen.

Wer nicht gerade ein Autoprofi ist, sollte einen solchen Wechsel besser nicht selbst angehen. Es bedarf einer Menge Werkzeug und unter anderem auch einer Hebebühne, um hier komfortabel arbeiten zu können. Daher ist es auf jeden Fall ratsam, eine Kfz-Werkstatt aufzusuchen und die defekten Lager dort austauschen zu lassen. Hierdurch entstehen zwar gewisse Kosten, aber dafür geht man kein Risiko ein.

Sollte man den Wechsel der Domlager tatsächlich selbst angehen wollen, gilt es sich gut vorzubereiten. Hier ist man klar im Vorteil, wenn man einen solchen Austausch schon einmal durchgeführt hat oder man jemandem zumindest zusehen konnte. Ebenfalls ist klar, dass die gerade angesprochenen Werkzeuge benötigt werden: Gute Beziehungen bzw. Zugang zu einer gut ausgestatteten Werkstatt gelten als empfehlenswert. Außerdem gilt es natürlich ausreichend viel Zeit mitzubringen: Der Austausch der Lager kann nicht in ganz so kurzer Zeit erfolgen - dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein.