Wie man den ADR Schein machen und verlängern kann

Der ADR Schein ist im Güterverkehr eine große Hilfe. Da man bessere Berufsmöglichkeiten hat, sollte man den Gefahrgutführerschein unbedingt machen.

Viele Menschen können sich gut vorstellen, im Güterverkehr bzw. in der Logistikbranche zu arbeiten. Allerdings ist der Zugang gar nicht so leicht. Bei vielen Unternehmen reicht es heutzutage nicht mehr aus, lediglich einen Lastwagenführerschein vorlegen zu können. Es gibt zunehmend mehr Speditionen, die beim Einstellen von Berufskraftfahrern darauf achten, dass diese außerdem über den ADR Schein bzw. den so genannten Gefahrgutführerschein verfügen.

Nur in Verbindung mit diesem Führerschein ist es gestattet, Gefahrgut zu transportieren. Wer ohne ADR-Bescheinigung entsprechende Transporte übernimmt, geht ein hohes Risiko ein. Dies gilt für den Arbeitgeber sowie auch für den Fahrer selbst: Man kann sich in solchen Fällen sogar strafbar machen. Wer den Schein nicht besitzt, ihn für den Job jedoch benötigt oder damit seine Berufschancen verbessern kann, sollte ihn kurzerhand machen.

Die ADR-Bescheinigung ist schnell erlangt

Es ist gar nicht so schwer, den Gefahrgutführerschein zu erhalten. Es gilt einen Basiskurs zu belegen, der 5 Tage andauert. Während dieses Kurses wird eine Menge Fachwissen im Bezug auf den Umgang mit entsprechenden Transportgütern vermittelt. Im Anschluss erfolgt die eigentliche Prüfung, bei welcher es 30 Fragen zu beantworten gilt. Maximal 5 Fehler darf man sich erlauben, um die Prüfung zu bestehen. Diese IHK-Prüfung gilt als anspruchsvoll, weshalb es umso wichtiger ist, im Lehrgang bzw. im Basiskurs gut aufzupassen. Ist die Prüfung bestanden, kann man sich den ADR-Schein direkt ausstellen lassen.

Allerdings reicht es nicht aus, lediglich einmal eine Schulung zu besuchen. Im Endeffekt hat die Bescheinigung eine Gültigkeit von fünf Jahren. Danach steht die Verlängerung an. Um den Schein zu verlängern, gilt es erneut einen Kurs zu besuchen. Allerdings nicht den klassischen Basiskurs, sondern eine Fortbildungsschulung. Eine solche Schulung erstreckt sich über die Dauer von eineinhalb Tagen.

ADR-Schein für weitere Gefahrgutklassen machen

Mit der klassischen ADR Bescheinigung, die man per Basiskurs erlangt hat, ist man dazu berechtigt, ein relativ bereits Spektrum an Gefahrgütern mit dem Lkw zu transportieren. Allerdings gibt es bestimmte Gefahrenstoffe, die weiterhin vom Transport ausgeschlossen sind. Wer explosive oder gar radioaktive Gefahrengüte (Gefahrgutklassen 1 und 7) transportieren muss, hat einen zusätzlichen bzw. speziellen Aufbaukurs zu belegen, die ebenfalls mit einer Prüfung abgeschlossen werden müssen.

Welche Kosten entstehen, hängt maßgeblich davon ab, bei welchem Anbieter man den Kurs besucht und ob man die Prüfung auf Anhieb besteht. Alles in allem halten sich die Kosten jedoch in Grenzen. Wer sich bereits in einem Beschäftigungsverhältnis befindet, kann in den meisten Fällen damit rechnen, dass die Gebühren ohnehin vom Arbeitgeber übernommen werden.

Arbeitslose Berufskraftfahrer haben ggf. die Möglichkeit, das Arbeitsamt zu überzeugen. Die Kosten für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung werden relativ häufig übernommen. Sofern man gut argumentiert ist es möglich, dass das Arbeitsamt bzw. die Bundesagentur für Arbeit die Schulungs- und Prüfungskosten übernimmt. Doch auch wenn man die Kosten selbst tragen muss, kann es sich lohnen, einen Kurs oder eine Schulung zu besuchen, da sich beruflich ganz neue Möglichkeiten auftun.

Wer den Schein verloren hat, sollte sich mit der Kreisverwaltungsbehörde oder dem Landratsamt in Verbindung setzen. Durch Vorlage eines Prüfungszeugnisses ist es möglich, einen neuen Schein ausstellen zu lassen. Wer auch das Prüfungszeugnis verloren hat, muss Kontakt zur IHK und ggf. auch zum Kursanbieter herstellen. Sollte man von dort keine erneute Bestätigung erhalten, muss man den Kurs mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut belegen.