Wie die Ausbildung zum Fahrlehrer aufgebaut ist

Die Ausbildung zum Fahrlehrer ist vergleichsweise kurz, aber dafür nicht einfach. Außerdem darf man die Kosten, die entstehen, nicht unterschätzen.

Es gibt viele Leute, die gerne mit dem Auto fahren und sich deshalb vorstellen können, einen Beruf auszuüben, der mit dem Fahren in Verbindung steht. Sofern man nicht in der Logistikbranche tätig sein möchte, bleiben meist nicht mehr viele Möglichkeiten. Nur wenige Jobs kommen dann noch in Frage, so wie beispielsweise der Beruf des Fahrlehrers.

Das Interesse an diesem Berufsbild ist mittlerweile sehr groß. Zahlreiche Personen - vor allem junge Autofahrer - blicken mit Freude auf ihre Fahrschulzeit zurück und können sich deshalb vorstellen, in diesem Job zu arbeiten. Es wird bewusst mit dem Gedanken gespielt, eine Ausbildung zum Fahrlehrer zu machen, um dann für eine Fahrschule arbeiten zu können oder womöglich sogar eine eigene Fahrschule zu eröffnen.

Die Fahrlehrerausbildung ist nicht zu unterschätzen

Allerdings gestaltet es sich gar nicht so leicht, in diesen Beruf einzutreten. Es handelt sich nämlich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, in welchem man als Azubi beginnt. Stattdessen wird die Ausbildung zum Fahrschullehrer innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums absolviert. Es dauert ungefähr ein Jahr, bis man ein solches Ausbildungsprogramm durchlaufen hat und eine schriftliche Bestätigung vom Landratsamt in den Händen hält, die zur Ausübung des Berufs berechtigt.

Damit wäre bereits ein ganz wichtiger Punkt genannt: Ohne spezielle Ausbildung und Zulassung / Erlaubnis vom Landratsamt ist es nicht gestattet, Fahrschüler im Fahrschulauto auszubilden. Das geben von Fahrunterricht bei Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr ist untersagt. An einer professionellen Ausbildung führt nichts vorbei.

Die eigentliche Ausbildung gliedert sich in zwei Blöcke. Im ersten Block, der ca. ein halbes Jahr andauert, wird eine spezielle Schule bzw. eine Fahrlehrerakademie besucht. Dort wird umfassendes Fachwissen rund um Verkehrserziehung, Fahrsicherheit, Kfz-Technik etc. vermittelt. Ebenso wird den Schülern der Umgang mit dem Fahrschulauto beigebracht. In beiden Bereichen werden immer wieder Prüfungen abgelegt. Alles in Allem gilt diese Phase als äußerst belastend und außerdem ist sie auch nicht unbedingt günstig. Welche Kosten dabei entstehen, hängt stark von der jeweiligen Akademie bzw. der Ausbildungsstätte ab. Mit einem Preis bzw. Gebühren in Höhe von ca. 6.500 bis 9.000 Euro sollte man rechnen.

Im zweiten Block der ebenfalls ca. ein halbes Jahr andauert, wird in der Fahrschule gearbeitet. Man benötigt daher eine Ausbildungsstätte bzw. eine Fahrschule, welche den angehenden Fahrlehrer begleitet. Während dieser Zeit geht es darum, sowohl Fahrstunden zu geben, als auch Unterricht zu halten. Auch hier müssen erneut mehrere Prüfungen abgelegt und bestanden werden. Während dieser Ausbildungszeit wird im Regelfall eine kleine Vergütung vom Arbeitgeber bezahlt.

Ausbildung zum Fahrlehrer: Dies sind die Anforderungen

Um an einer Fahrschullehrerausbildung teilnehmen zu können, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Wichtig ist der Besitz mehrerer Führerscheine. Autoführerschein, Motorradführerschein und Lkw-Führerschein gelten als Voraussetzung. Des Weiteren muss eine Fahrpraxis von fünf Jahren (zumindest für den Autoführerschein bzw. Klasse B) nachgewiesen werden. Eine gewisse Berufserfahrung (die zumindest eine gewisse Relevanz aufweist, z.B. in einem Lehrberuf) wird teilweise auch vorausgesetzt. Außerdem muss man ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen können, damit die Ausbildung begonnen werden kann. Dasselbe gilt für den Punktestand in Flensburg: Wer auf ein sattes Punktekonto blicken kann, wird die Ausbildung zum Fahrlehrer nicht antreten können.