Wie eine Behindertenfahrschule weiterhelfen kann

Manchmal kann nur die Behindertenfahrschule den Führerschein bringen. Wichtig ist, dass man eine Fahrschule findet, die einem tatsächlich helfen kann.

Man hört und liest immer wieder vom so genannten Behindertenführerschein, der es auch behinderten Menschen ermöglichen soll, selbst mit einem Kraftfahrzeug am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen. Doch genau betrachtet gibt es eine spezielle Fahrerlaubnis für Behinderte gar nicht. Im Endeffekt können sie ebenfalls nur die klassische Fahrerlaubnis erlangen. Wie leicht sich dies gestaltet, hängt stets von der Behinderung ab - sowie auch von der Fahrschule, die aufgesucht wird.

Die Wahl der Fahrschule ist ein Thema, das nicht zu unterschätzen ist. Es kommt durchaus vor, dass sich Fahrschulen gegen eine Ausbildung aussprechen - häufig mit der Begründung, eine geeignete Fahrausbildung nicht anbieten zu können. Für Behinderte sowie auch deren Angehörige ist dies häufig eine schwierige Situation, deren Ausweg womöglich nur darin besteht, eine Spezialfahrschule bzw. eine so genannte Behindertenfahrschule aufzusuchen.

Spezialfahrzeuge für die Führerscheinausbildung

Ob der Besuch einer regulären Fahrschule ausreichend ist, hängt fast ausschließlich von der Behinderung ab. Wenn beispielsweise eine körperliche Behinderung vorliegt, die es letztlich nicht erlaubt, einen regulären Pkw zu fahren, wird es schwierig. In solchen Fällen kommen die Fahrschulen mit ihren regulären Ausbildungsfahrzeugen an die Grenzen. Einige Behinderte können letztlich nur mit Spezialfahrzeugen bzw. so genannten Spezialumbauten eigenständig fahren - und derartige Fahrzeuge besitzen eben nur die Behindertenfahrschulen.

Nun ist es allerdings nicht so, dass man eine solche Fahrschule in jeder Region vorfindet. Unter Umständen kann dies eine mühselige Suche zur Folge haben. Aber es lohnt sich: Wenn der Autoführerschein bzw. eine Fahrerlaubnis der Klasse B benötigt wird, sollte man sich auf dem Fahrschulmarkt umsehen und seine Möglichkeiten genau ausloten. Letzten Endes finden sich in Deutschland mehrere Fahrschulen wieder, die eine solch spezielle Fahrschulausbildung ermöglichen.

Bei der Behindertenfahrschule auf die Kosten achten

Der Besuch einer solchen Fahrschule ist leider nicht immer günstig. Gerade wenn die Ausbildung das Fahren mit Spezialumbauten erfordert, kann der Führerschein ein wenig teurer werden. Im Wesentlichen sind die höheren Kosten auf den Umbau zurückzuführen: Auch eine Behindertenfahrschule muss am Ende wirtschaftlich arbeiten und sich ein solches Fahrzeug erst einmal leisten können.

Aber auch die Fahrstunden haben ihren Preis. Erfahrungsgemäß müssen behinderte Personen mehr Fahrstunden in Anspruch nehmen, was vor allem auf die Bedienung der umgerüsteten Fahrzeuge zurückzuführen ist. Außerdem nimmt meist die Einweisung durch den Fahrlehrer schon deutlich mehr Zeit in Anspruch.

Falls man sich in der glücklichen Lage befindet, zwischen mehreren Fahrschulen wählen zu können, bietet es sich an, deren Preise und Gebühren in Erfahrung zu bringen, damit man abschätzen kann, welche Kosten am Ende auf einen zukommen. Ein solcher Vergleich kann sich lohnen, da unter Umständen eine satte Ersparnis wartet. Auf der anderen Seite kommt es nicht nur auf die Führerscheinkosten an. Es muss gewährleistet sein, dass die Ausbildung auch tatsächlich überzeugt, weshalb es immer gut ist, wenn man sich Meinungen anderer Fahrschüler einholt.