Wie der Feuerwehrführerschein gemacht wird

Dank dem Feuerwehrführerschein ist es möglich, schwere Fahrzeuge wie Feuerwehrfahrzeuge oder Rettungsfahrzeuge trotz PKW Fahrerlaubnis zu fahren.

Wer in der freiwilligen Feuerwehr arbeitet, ist unter Umständen dazu angehalten, Feuerwehrfahrzeuge zu fahren. Aus technischer Sicht stellt dies im Regelfall kein Problem dar: Die Feuerwehren lassen ausschließlich Mitglieder hinter das Lenkrad, die auch entsprechend qualifiziert sind. Jedoch kann es rechtliche Schwierigkeiten geben. Die Fahrzeuge sind meist relativ schwer, weshalb sie auf ein hohes Gesamtgewicht kommen. Wer sich lediglich im Besitz des Autoführerscheins (Führerscheinklasse 3 oder Klasse B) befindet, fährt womöglich ein Fahrzeug, für das er keine Fahrerlaubnis besitzt. Vor allem mit dem Führerschein der Klasse B sind die Grenzen ganz schnell erreicht.

Der Gesetzgeber bzw. das Bundesverkehrsministerium hatte nach der Führerscheinumstellung auf die EU-Führerschein mehrfach angekündigt, handeln zu wollen und das Fahren dieser Fahrzeuge mit dem Autoführerschein mehr oder weniger toleriert. Viele Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr bewegen sich daher in einer Grauzone - eine Zone, die mit dem Feuerwehrführerschein gelöst wird.

Was der Feuerwehrführerschein zu bieten hat

Anfang 2011 will das Bundesverkehrsministerium dieses Thema abschließen und mit einem Gesetz für ausreichende Sicherheit sorgen. Es ist angedacht, dass Feuerwehrleute bzw. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, die lediglich eine Fahrerlaubnis für den Pkw besitzen, trotzdem dazu berechtigt sind, Feuerwehrfahrzeuge zu fahren. Dasselbe kann auch für Rettungskräfte oder Helfer im Katastrophendienst gelten. Es ist angedacht, dass Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen gefahren werden dürfen.

Der eigentliche Feuerwehr Führerschein ist im Grunde eher eine rechtliche Bestimmung, der zum Fahren der Einsatzfahrzeuge berechtigt. Er stellt eine Erweiterung des regulären Autoführerscheins dar, für dessen Erhalt eine Prüfung absolviert werden muss. Die Prüfung wird direkt bei der Feuerwehr abgelegt. Es gilt unter Beweis zu stellen, dass man sich in der Lage befindet, entsprechende Fahrzeuge sicher zu fahren. Die höheren Anforderungen werden an den eigentlichen Prüfer bestellt, der mindestens einen Führerschein der Klasse C1 besitzen muss. Diesen Führerschein muss der Prüfer seit mindestens fünf Jahren besitzen und zudem muss er mindestens 30 Jahre alt sein. Außerdem darf die Verkehrssünderkartei in Flensburg (Verkehrszentralregister) nicht mehr als drei Punkte aufweisen.

Mit dem Lkw Führerschein sämtliche Probleme ausräumen

Der Feuerwehr Führerschein richtet sich letztlich an Personen, die einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen. Im Rahmen von Ausbildungen und Praktika ist es hingegen nicht möglich, Fahrzeuge dieser Art zu fahren und eine Ausnahmegenehmigung zu halten. Die Sonderregelung des Bundesverkehrsministeriums richtet sich explizit an ehrenamtliche Helfer. Wer beruflich dazu angehalten ist, entsprechende Fahrzeuge zu lenken, kommt um einen Lkw Führerschein (am besten Klasse CE) nicht herum. Dieser gilt ohnehin als empfehlenswert, da im Rahmen der Ausbildung eine Menge Fachwissen erlernt wird und letztlich deutlich mehr Möglichkeiten existieren.