Was man beim Führerschein für Lkw zu erwarten hat

Den Lkw Führerschein zu machen, ist gar nicht schwierig. Es gilt jedoch ausreichend Zeit einzuplanen und relativ hohe Kosten sind auch zu berücksichtigen.

Wer beim Autoführerschein europäische Fahrerlaubnis der Klasse B besitzt, kann größere Fahrzeuge nur äußerst eingeschränkt fahren. Während man mit der früheren Führerscheinklasse 3 durchaus dazu berechtigt ist, Fahrzeuge mit einem höheren Gewicht zu fahren, sieht es beim neuen Führerschein nicht so gut aus. Sobald man größere Kraftfahrzeuge fahren möchte, bleibt daher häufig keine andere Wahl, als den Lkw-Führerschein zu machen.

Jedoch schrecken viele Leute vor diesem Führerschein zurück. Das Interesse hält sich in Grenzen, weil man häufig zu hören bekommt, dass es alles andere als einfach ist, diese Fahrerlaubnis zu erhalten. Außerdem gilt sie als kostspielig, weshalb der Führerschein für Lkw meist nur dann gemacht wird, wenn er tatsächlich gebraucht wird, beispielsweise wenn man im Kraftverkehr arbeitet.

Mehrere Führerscheinklassen kommen in Frage

Allerdings treffen diese Aussagen nur bedingt zu. Es fängt bereits damit an, dass es unterschiedliche Führerscheinklassen in diesem Bereich gibt. Einige sind leicht zu machen und auch gar nicht so teuer. Und selbst der große Führerschein (Klasse CE) ist zu stemmen.

Letztlich stehen vier Klassen zur Auswahl, nämlich C1, C1E, C und CE. Die ersten beiden Lkw Führerscheine berechtigen zum Fahren leichter Lkw. Schwere Lkw dürfen mit einer Fahrerlaubnis der Klasse C gelenkt werden - und Klasse CE berechtigt zum Lenken schwerer Lastzüge. Sofern es die finanziellen Mittel erlauben, entscheidet man sich am besten für die Führerscheinklasse CE. Zwar stehen hier die meisten Kosten an, aber dafür ist man am wenigsten eingeschränkt. Als Lkw-Fahrer bzw. als Berufskraftfahrer arbeiten möchte, kommt am CE Führerschein meist nicht herum. Unter Umständen muss die Ausbildung sogar um einen Gefahrgutschein bzw. ADR-Schein ergänzt werden.

Was einen in der Fahrschule erwartet

Wie schon angesprochen wurde, ist die Führerscheinausbildung in der Fahrschule nicht unbedingt günstig. Dies liegt in erster Linie an den Fahrstunden: Weil die Fahrschulen eigene Lkw für die Ausbildung unterhalten müssen, fallen entsprechend hohe Kosten an. Ein günstiger Führerschein setzt daher voraus, möglichst wenige Übungsstunden zu absolvieren. An den Pflichtstunden führt bei der Klasse CE kein Weg vorbei. Es gilt Überlandfahrten, Autobahnfahrten und Nachtfahrten zu leisten. Wie viele Pflichtstunden am Ende zu absolvieren sind, hängt ganz davon ab, welche Vorqualifikationen man mitbringt. Wer beispielsweise eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 vorweisen kann, hat die Möglichkeit, sich ein paar Stunden bzw. frühere Teile der Ausbildung anrechnen zu lassen.

Wie es um die Kosten bestellt ist, die am Ende anfallen, hängt ebenfalls vom Ausbildungsumfang ab. Die Prüfungen (Theorieprüfung und praktische Fahrprüfung) sollten natürlich auf Anhieb bestanden werden, um die Kosten gering zu halten. Ansonsten kommt es darauf an, welche Fahrschule man besucht und wie viele Übungsstunden bzw. Fahrstunden genommen werden. Es gilt als empfehlenswert, sich mit mehreren Lkw-Fahrschulen in Verbindung zu setzen und dabei die Preise zu erfahren. Wer hier vergleicht, kann unter Umständen eine gute Ersparnis erzielen.