Was einen beim Führerschein zum Motorrad erwartet

Den Motorrad Führerschein können Fahrschüler in verschiedenen Führerscheinklassen machen. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten bestehen.

Wer auf ein Motorrad steigen und damit fahren möchte, benötigt eine entsprechende Fahrerlaubnis. Welche Fahrerlaubnis im Einzelnen benötigt wird bzw. welche Führerscheinklasse erforderlich ist, hängt wiederum vom Fahrzeug ab. Im Endeffekt werden unter dem Begriff Motorradführerschein verschiedene Klassen zusammengefasst.

Verwirrung wird unter anderem auch dadurch gestiftet, dass sich der Begriff Motorrad relativ weit dehnen lässt. Für so manchen Jugendlichen fällt bereits ein Mofa in diesen Bereich. Besser wäre es natürlich, den Begriff Kraftrad zu verwenden, der in verschiedene Klassen unterteilt werden kann. Bei den Führerscheinen fängt es mit der Prüfungsbestätigung für das Mofa an, darauf folgen die Führerscheinklassen M und A1 und zu guter Letzt gibt es noch die Führerscheinklasse A - einmal beschränkt und einmal unbeschränkt.

Wenn vom Führerschein für das Motorrad die Rede ist, meinen die meisten Leute den Führerschein der Klasse A. Er berechtigt zum Fahren klassischer Motorräder, bis zu 25 kW Motorleistung oder sogar mehr Leistung. Welches Motorrad letztlich gefahren werden darf, hängt davon ab, ob eine beschränkte oder unbeschränkte Erteilung vorliegt.

Wie sich das Alter auf die Fahrerlaubnis auswirkt

In diesem Zusammenhang ist auf das Alter zu verweisen. Wer noch keine 25 Jahre alt ist, kann lediglich die Führerscheinklasse A beschränkt erwerben. Diese greift zwei Jahre lang. Während dieses Zeitraums dürfen lediglich mittelschwere Krafträder gefahren werden, deren Leistung bei maximal 25 kW liegt. Zwei Jahre nach der Erteilung dürfen alle Krafträder gefahren werden.

Anders sieht es aus, wenn man bereits 25 Jahre oder älter ist. Ab diesem Alter ist es möglich, den Motorrad Führerschein direkt zu erwerben bzw. unbeschränkt zu fahren. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Jugendliche können ab 16 die Führerscheinklasse A1 erwerben, zum Fahren von Krafträdern mit maximal 125 ccm berechtigt.

Umfang der Fahrschulausbildung

Ob man nun die Klasse A1, A beschränkt oder A unbeschränkt erwerben möchte, macht hinsichtlich des Ausbildungsumfangs in der Fahrschule keinen Unterschied. Im theoretischen Bereich gilt es 12 Doppelstunden Grundstoff zu absolvieren sowie 4 weitere Doppelstunden mit Zusatzstoff. Des Weiteren ist es erforderlich, den klassischen Erste-Hilfe Kurs zu belegen. Dieser gilt als umfangreich und erstreckt sich oftmals über ein Wochenende. Hier gilt es gut aufzupassen, da verschiedene Kurse angeboten werden.

Im praktischen Teil werden Übungsstunden absolviert. Wie viele Fahrstunden benötigt werden, hängt letztlich von den Kenntnissen des Fahrschülers ab. Die Pflichtstunden umfassen 5 Fahrstunden bei Überland (Überlandfahrt), 4 Fahrstunden auf der Autobahn (Autobahnfahrt) und 3 Fahrstunden bei Dunkelheit (Beleuchtungsfahrt). Wer bereits eine Fahrerlaubnis bzw. den Führerschein fürs Motorrad der Klasse A1 besitzt und nun Klasse A erlangen möchte, profitiert vom so genannten Vorbesitz und braucht weniger Pflichtstunden zu absolvieren.

Der Beginn der Fahrschulausbildung kann ca. ein halbes Jahr vor dem relevanten Geburtstag erfolgen. Eine Teilnahme an der Theorieprüfung beim TÜV kann frühestens drei Monate vor dem Geburtstag erfolgen. Die praktische Prüfung bzw. die eigentliche Fahrprüfung maximal einen Monat davor.

Mit welchen Kosten zu rechnen ist, hängt von der Wahl der Fahrschule sowie der Anzahl an benötigten Fahrstunden ab. Allgemein wird gesagt, dass die Führerscheinkosten zwischen 900 und 1.200 Euro liegen.