Führerschein ohne MPU: Hier gilt es vorsichtig zu sein

Ohne MPU wieder den Führerschein zu erhalten, ist meistens riskant. Interessenten sollten aufpassen, denn womöglich ist der Autoführerschein wieder weg.

Wer im Straßenverkehr nicht nach den Regeln spielt und Verkehrsverstöße begeht, muss damit rechnen, dass der eigene Führerschein entzogen werden kann. Übrigens können nicht nur Verstöße im Straßenverkehr hierzu führen: Auch andere Ordnungswidrigkeiten bzw. Straftaten können dazu führen.

Unglücklicherweise wird den meisten Leuten erst dann bewusst, wie wichtig der Autoführerschein für sie ist. Doch dann wird es schwer: Die Fahrerlaubnis wieder zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Natürlich ist es unter Umständen möglich, dass eine vergleichsweise schnelle Wiedererteilung erfolgt, doch womöglich vergeht bis dahin eine Menge Zeit. Im Endeffekt kommt es immer ganz auf die jeweiligen Ursachen an. Dies kann bedeuten, dass nur noch eine medizinisch psychologische Untersuchung (MPU) zurück zur Fahrerlaubnis führt.

Nicht jeder besteht die Untersuchung

Allerdings verläuft die Teilnahme nicht immer so, wie man es gerne hätte. Vergleichsweise viele Teilnehmer bestehen nicht und müssen deshalb weiterhin auf ihren Führerschein verzichten. Auch hier können ganz unterschiedliche Gründe bestehen. Wer beispielsweise für sein Drogenproblem bekannt ist und beim Drogenscreening nicht bestehen konnte, braucht sich nicht wundern. Doch zumeist ist es das verkehrspsychologische Gutachten, das Schwierigkeiten macht: Beim Verkehrspsychologen bestehen viele Teilnehmer nicht, was oftmals daran liegt, dass sie ihre Lektion nicht gelernt haben und somit nicht überzeugen konnten.

Das Interesse am Führerschein ohne MPU ist daher sehr groß. Gemeint ist das Ziel, wieder eine Fahrerlaubnis zu erhalten, oder sich der medizinisch psychologischen Untersuchung unterziehen zu müssen. Vor allem bei denjenigen, die nicht bestanden haben oder die schlichtweg die hohen Kosten scheuen, ist das Interesse groß.

Viele Angebote beim Führerschein ohne MPU sind riskant

Wer sich auf die Suche nach Alternativen zur MPU begibt, wird relativ schnell fündig. So gibt es beispielsweise mehrere Fahrschulen im Ausland, die mit entsprechenden Angeboten werben. Dies gilt zumindest für die Nachbarländer, wie beispielsweise für Polen oder die Niederlande. Eine Zeit lang wurde der ausländische EU-Führerschein als Ausweg genutzt. Der Hintergrund war simpel: Man hat einfach im Ausland einen neuen Führerschein gemacht, der aufgrund der EU-Bestimmungen dazu berechtigte, auch in Deutschland zu fahren.

Allerdings hat der Gesetzgeber längst reagiert und viele dieser Führerscheine sogar für ungültig erklärt. Deshalb sollte man umso vorsichtiger sein, wenn man auf derartige Angebote stößt. Im Normalfall ist es nicht möglich, auf diesem Weg wieder an einen Führerschein zu gelangen. Zumal man auch die Kosten berücksichtigen sollte: Viele Anbieter wollen an das Geld ihrer Kunden heran.

Der beste Weg besteht deshalb immer noch darin, den offiziellen Weg zu gehen und die MPU zu bestehen. Zwar mag hiermit ein gewisser Aufwand in Verbindung stehen, aber dafür ist man entsprechend abgesichert.