Welche Führerschein Pflichtstunden zu absolvieren sind

Beim Führerschein der Klasse B oder BE gilt es Pflichtstunden bzw. Sonderfahrten zu leisten. Die Anzahl dieser Fahrstunden ist nicht hoch bemessen.

Das Nehmen von Fahrstunden ist ein ganz wesentlicher Bestandteil des Fahrschulunterrichts. Wenn es darum geht, den Autoführerschein zu machen bzw. die Fahrerlaubnis der Klasse B oder BE zu erlangen, führt an den Fahrstunden kein Weg vorbei. Selbst wenn ein Fahrschüler bereits perfekt mit dem Auto fahren kann, muss er zumindest die so genannten Pflichtstunden absolvieren.

In der Fahrschule bezeichnet man die Pflichtstunden auch häufig als Sonderfahrten. Häufig wird angenommen, dass es eine relativ große Anzahl an Stunden zu absolvieren gilt. Doch genau genommen hält sich die Anzahl in Grenzen. Alles in allem müssen 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten sowie 3 Nachfahrten (werden auch als Beleuchtungsfahrten bezeichnet) abgeleistet werden. Somit kommt man auf mindestens 12 Fahrstunden.

Eine niedrige Stundenzahl ist nicht das Ziel

Es gibt relativ viele Fahrschüler, die sehr darum bemüht sind, lediglich die Führerschein Pflichtstunden abzuleisten, jedoch keine weiteren Fahrstunden in Anspruch zu nehmen. Der Grund ist schnell gefunden: Jede Fahrstunden bzw. Übungsstunde hat ihren Preis. Je mehr Stunden in Anspruch genommen werden, desto teuer wird am Ende der Führerschein.

Allerdings sollte man nicht nur die Kosten vor Augen haben. Am Ende kommt es darauf an, die Fahrschulprüfung bzw. die praktische Prüfung möglichst im ersten Anlauf zu meisten und außerdem gut auf den öffentlichen Straßenverkehr vorbereitet zu sein, sodass man auch ohne die Hilfe eines Fahrlehrers gut mit dem Auto zurechtkommt.

Deshalb ist es grundsätzlich empfehlenswert, ein paar zusätzliche Stunden zu nehmen. Übrigens hat man hier ohnehin nur ein bedingtes Mitspracherecht. Bei der ersten Stunde handelt es sich üblicherweise erst einmal um eine Übungsstunde. Schließlich muss sich der Fahrlehrer einen Eindruck davon verschaffen können, über welche fahrerischen Fähigkeiten ein Fahrschüler bereits verfügt. Anschließend kann festgelegt werden, ob man sich gleich an die Pflichtstunden macht oder ob weitere Übungsstunden erforderlich sind.

Übungsstunden sind wichtig

Übrigens kommt es nicht darauf an, die Fahrausbildung so schnell wie möglich durchlaufen. Etliche Führerscheinneulinge prahlen damit, angeblich nur die Pflichtstunden für den Erhalt ihres Führerscheins durchlaufen zu haben. Doch so gut wie immer kann man damit rechnen, dass zumindest ein paar Übungsstunden angefallen sind. Zumal diese in der Tat wichtig sind. Bestimmte Dinge, wie zum Beispiel rückwärts einparken erlernt man nicht so schnell. Es bedarf im Regelfall einiger Anlaufe und vor allem auch Wiederholungen, damit alles sitzt.

Dies wird man spätestens in der praktischen Fahrprüfung zu spüren bekommen, wenn der Prüfer entsprechende Aufgaben stellt. Gerade wenn bestimmte Dinge noch nicht so gut sitzen, ist es ungemein ratsam, lieber noch einmal im Fahrschulauto zu üben und eine zusätzliche Fahrstunde zu nehmen. Schließlich liegen die Kosten für einen zusätzlichen Anlauf der Prüfung deutlich höher.