Den Führerschein verloren: Was zu tun ist

Wer seinen Führerschein verloren hat, sollte umgehend handeln. Die Kosten für Ersatz sind nicht hoch, doch eine Wartezeit lässt sich nicht vermeiden.

Es ist gar nicht gut, wenn man seinen Autoführerschein verloren hat. Wenn der Führerschein weg ist, sollte daher relativ rasch gehandelt werden. Natürlich erlischt deshalb nicht automatisch die Fahrerlaubnis. Man ist deshalb auch weiterhin dazu berechtigt, mit dem Auto oder auch mit anderen Kraftfahrzeugen zu fahren. Sollte man jedoch in eine Führerscheinkontrolle gelangen, steht man vor einem kleinen Problem. Zwar macht man sich nicht strafbar, da man immer noch über die Fahrerlaubnis verfügt, jedoch können die Polizisten eine Verwarnung aussprechen. Dies hat wiederum zur Folge, dass ein Bußgeld fällig wird, das zumeist bei ca. 10 Euro liegt.

Deshalb ist es ratsam, sich darum zu kümmern, einen neuen Führerschein bzw. einen Ersatzführerschein zu beantragen. Dies ist möglich, indem man das Landratsamt bzw. die dort zuständige Führerscheinstelle aufsucht. Dort gilt es den Verlust des Dokuments zu schildern und dann die Beantragung des neuen Führerscheins vorzunehmen.

Gestohlen oder Verloren macht einen Unterschied

Sollte tatsächlich ein Verlust vorliegen, ist man auf dem Landratsamt dazu angehalten, eine eidesstattliche Erklärung abzugeben. Darin bestätigt man mit seiner Unterschrift, dass man das Dokument in der Tat verloren hat. Es ist zu berücksichtigen, dass hierdurch zusätzliche Gebühren entstehen, die bei ca. 30 Euro liegen.

Falls kein Verlust vorliegt, sondern das Führerscheindokument bzw. die Führerscheinkarte gestohlen wurde, ist man dazu angehalten, den Diebstahl bei der Polizei anzuzeigen. Der Nachweis über das Stellen der Anzeige ist verpflichtend: Man muss sie auf der Führerscheinstelle vorlegen.

Übrigens ist zu berücksichtigen, dass weitere Dokumente benötigt werden. Damit ein neuer Führerschein in Auftrag gegeben werden kann, gilt es ein aktuelles Lichtbild bzw. Passfoto vorzulegen. Außerdem muss man sich ausweisen können, was letztlich bedeutet, den Personalausweis oder Reisepass (meist in Verbindung mit einer Meldebescheinigung) mit sich zu führen.

Welche Kosten anfallen, wenn man den Führerschein verloren hat

Den neuen Führerschein gibt es natürlich nicht kostenlos. Die Erstellung ist an Gebühren geknüpft, die bei ca. 30 Euro liegen. Wenn man das Dokument verloren hat, fallen also rund 60 Euro (wegen der eidesstattlichen Erklärung) an Kosten an. Wie lange es dauert, bis der neue Führerschein bzw. der Ersatzführerschein ausgestellt ist, hängt von der Auslastung der Bundesdruckerei ab. Ca. zwei bis drei Wochen gilt es zu veranschlagen.

Wer für die Zwischenzeit einen entsprechenden Nachweis über seine Fahrerlaubnis und Führerscheinklassen benötigt, kann einen vorläufigen Führerschein anfordern. Dieser wird umgehend ausgestellt. Allerdings schlägt dieser zusätzliche Autoführerschein mit weiteren Kosten zu, die bei ca. 10 bis 15 Euro liegen.