Was man bei Führerscheinentzug machen kann

Ein Führerscheinentzug ist keine tolle Sache. Wer seine Fahrerlaubnis zurückbekommen möchte, muss aktiv werden und auf die richtige Vorgehensweise setzen.

In den meisten Fällen bahnt sich der Führerscheinverlust langsam aber sicher an. Wenn der Punktestand in der Flensburger Verkehrssünderkartei (Verkehrszentralregister) immer größer wird, sollte man vorsichtig werden. Wer weiterhin gerne auf das Gaspedal tritt oder unter Einfluss von Alkohol fährt, braucht sich nicht wundern, wenn der Führerschein schon bald eingezogen wird.

Allerdings wird vielen Leuten erst dann bewusst, dass sie Fehler gemacht haben, wenn der Führerscheinentzug bereits hinter ihnen liegt. Dann merken sie, wie wichtig die Fahrerlaubnis für sie ist. Doch meist ist es dann gar nicht mehr so leicht, wieder fahren zu dürfen. Oftmals muss ein größerer Aufwand betrieben werden, damit eine Wiedererteilung erfolgt.

Bei gefährdeter Fahrerlaubnis auf Punkteabbau setzen

Am besten ist es verständlicherweise, wenn man es gar nicht erst soweit kommen lässt. Sollten die Punkte in Flensburg langsam aber sicher mehr werden, gilt es die Notbremse zu greifen. Ab einem bestimmten Punktestand ist es möglich, so genannten Punkteabbau zu betreiben. Erstaunlicherweise gibt es viele Autofahrer, die hierauf keine Lust haben. Oftmals möchten sie die Zeit nicht investieren, die sie in der Fahrschule bzw. in einem Punkteabbauseminare verbringen möchten. Aber auch die Kosten halten sie davon ab.

Dabei ist es sinnvoll, diesen Weg zu gehen und Punkte gezielt abzubauen. Betrachtet man es näher, so halten sich der zeitliche wie auch der finanzielle Aufwand stark in Grenzen. Es muss gar nicht so viel Zeit investiert werden und im Vergleich zu einer MPU ist die Teilnahme auf Aufbaukurs geradezu günstig. Übrigens kann man auch zum Besuch entsprechender Seminare gezwungen werden, weil sonst ein unmittelbarer Führerscheinentzug droht: Ab einem Stand von 13 Punkten kann man von der Führerscheinstelle zu diesem Schritt gezwungen werden.

Fahranfänger, die während der Probezeit nicht aufgepasst haben, müssen sogar zum Aufbauseminare bzw. in ihrem Fall zu einer Nachschulung gehen. Die Nachschulung gilt in ihrem Fall als verpflichtend, weil der Führerschein sonst eingezogen bleibt. Auch hier ist es so, dass die Schulung von einer Fahrschule durchgeführt wird.

Bei Führerscheinentzug richtig handeln

Wurde der Führerschein bereits eingezogen, gilt es richtig zu handeln. Was zu tun ist, hängt wiederum davon ab, was man sich hat zu schulden kommen lassen. Wenn der Entzug des Führerscheins nur temporär ist und beispielsweise für drei Monate gilt, hat man noch einmal Glück gehabt. In solch einem Fall gilt es letztlich durchzuhalten, bis die Wiedererteilung kommt. Falls der Führerschein benötigt wird, gilt es den Zeitraum der Führerscheineinbehaltung möglichst frühzeitig abzusprechen. So kann man unter Umständen eine gewisse Schadensbegrenzung beitreiben.

Sollte die Fahrerlaubnis dauerhaft eingezogen worden sein, sieht es nicht gut aus. In solch einen Fall ist eine schnelle Rückkehr hinter das Steuer nicht möglich. Einige Leute versuchen zu tricksen, indem sie im Ausland einen neuen Führerschein machen. Allerdings liegt diese Vorgehensweise oftmals in einer Grauzone, sodass der ausländische Führerschein (auch ein EU-Führerschein) unter Umständen nicht umgeschrieben werden kann. Sobald die Umschreibung erfolgt, kann er womöglich seine Gültigkeit verlieren. Deshalb sollten derartige Maßnahmen vorher genau überprüft werden. Im Falle von Unsicherheit bietet es sich beispielsweise an, Rat von einem Rechtsanwalt einzuholen.

Der meist bessere Weg besteht darin, an der medizinisch psychologischen Untersuchung (MPU) teilzunehmen. Allerdings darf die Untersuchung nicht unterschätzt werden. Der Aufwand gilt als enorm. Gerade hier empfiehlt sich eine professionelle Vorbereitung, wodurch hohe Kosten entstehen können. Dafür besteht wiederum die Chance, den Führerschein zurück zu bekommen.