Führerscheinklassen richtig verstehen

Welche Führerscheine hinter den einzelnen Führerscheinklassen stehen, ist gar nicht so kompliziert. Sehen Sie hier, welche Klassen und Scheine es gibt.

Begriffe wie Autoführerschein oder Motorradführerschein entstammen der Umgangssprache. Denn rechtlich gesehen, gibt es diese Führerscheine bzw. diese Bezeichnungen nicht. Stattdessen kann man durch den Besuch einer Fahrschule und das Bestehen der Prüfungen eine Fahrerlaubnis erlangen. Diese ist wiederum an einzelne Klassen gekoppelt: In Abhängigkeit davon, welche Klassen man besitzt, ist man zum Fahren unterschiedlicher Fahrzeuge berechtigt. Allerdings müssen die meisten Leute zugeben, dass sie sich mit den einzelnen Führerscheinklassen überhaupt nicht auskennen. Nachfolgend wird aufgezeigt, wie die Situation in Deutschland ist.

Führerscheine für Krafträder

Es beginnt mehr den so genannten Krafträdern. Ein Einstieg macht das Mofa: Um mit dem Mofa fahren zu dürfen, wird eine so genannte Prüfbescheinigung benötigt. Hierbei handelt es sich um keinen Führerschein und auch um kleine Fahrerlaubnis. Die Prüfbescheinigung ist ein Dokument, das letztlich zur Nutzung des Kraftrads berechtigt. Das Mindestalter liegt bei 15 Jahren.

Die erste richtige Fahrerlaubnis wird über die Klasse M erlangt. Sie berechtigt zum Fahren von Krafträdern, die nicht schneller als 45 km/h fahren. Umgangssprachlich wird eine Fahrerlaubnis dieser Klasse auch häufig als Rollerführerschein bezeichnet. Auf ihn folgt die Klasse A1: Fahrzeuge mit bis zu 125 ccm dürfen gefahren werden. Ebenfalls wie bei Klasse M liegt das Mindestalter bei 16 Jahren.

Die nächsten Führerscheinklassen sind A beschränkt und A unbeschränkt. Im Endeffekt entscheiden Fahrpraxis und Alter darüber, welche Klasse erteilt wird. Sobald der Führerschein unbeschränkt ist, darf man Motorräder aller Leistungsklassen fahren.

Führerscheinklassen für Auto und Lkw

Um mit dem Pkw fahren zu dürfen, bedurfte es früher der Führerscheinklasse 3. Sie wurde mittlerweile von der Klasse B abgelöst. Es bietet sich jedoch an, gleich auf die Klasse BE zu setzen. Der Unterschied besteht darin, Autos auch in Verbindung mit Anhängern zu fahren. Daher bezeichnet man BE auch häufig als den Anhängerführerschein.

Höhere Anforderungen gelten, wenn man sich hinter das Lenkrad eines Lastwagens setzen möchte. Um Lkw fahren zu dürfen, wird eine Fahrerlaubnis aus den C-Klassen benötigt. Das Spektrum ist immens groß. Die Führerscheinklassen für Lastwagen beginnen bei C1, die zum Fahren leichter Lkw berechtigt. Dann Folgen C1E, C und CE. Die Klasse CE gilt als höchste Klasse, weil sie zum Fahren schwerer Lastzüge berechtigt.

Früher gab es für diesen Bereich die Klasse zwei. Allerdings gilt es alte Führerscheine einzutauschen, besonders wenn man die Altersgrenze von 50 Jahren erreicht wurde. Ab diesem Alter werden außerdem Verlängerungen fällig, die jeweils für die Dauer von fünf Jahren gelten. Gesundheitszustand und Sehvermögen nehmen auf die Verlängerung einen entscheidenden Einfluss.

Sollten weitere Informationen benötigt werden, empfiehlt es sich, eine Fahrschule zu kontaktieren und sich dort vom Experten beraten zu lassen.